Kllima und Energie: Das passt nicht zusammen

Kllima und Energie : Das passt nicht zusammen

Zum Artikel „Warum ist der Windenergie die Puste ausgegangen?“ (TV vom 1. Oktober) schreiben Christa Breidert und Jürgen Zedler:

Redakteurin Katharina de Mos übersieht, dass die Möglichkeiten, auf freiem Feld – wie auf dem Foto – Windräder zu errichten, erschöpft scheinen. Ausgerechnet die Grünen haben durchgesetzt, dass – im Unterschied zu anderen Bundesländern – in Rheinland-Pfalz auch älterer Wald abgeholzt werden darf. Allein in der VG Hermeskeil sollen noch 35 Windräder im Wald errichtet werden, wofür rund 180 000 qm Wald mit 20 bis 40 Meter hohen Bäumen abgeholzt werden müsste.

Wie passt da zusammen, dass der Kreisausschuss die Kreisverwaltung Trier-Saarburg auffordert (TV vom 20. September), für sehr viel Geld 150 000 Bäume pflanzen zu lassen? Diese Setzlinge werden Jahrzehnte brauchen, bis sie so viel CO2 pro Jahr speichern können wie die alten Bäume, die für die „Windparks“ in der VG Hermeskeil geopfert werden sollen!

Für mich ist das Errichten von Windrädern im Wald nicht diskutabel. Der Wald hat einen hohen ökologischen Wert für die Umwelt und damit für unsere Gesellschaft. Er ist ein seit Jahrtausenden funktionierender CO2-Speicher, Sauerstofflieferant, Wasserfilter und -speicher und nicht zuletzt ein wunderbarer Ort zum Erholen. Das biologische System des Waldes wird durch Windräder massiv geschädigt: durch die Zuwegung, die Versiegelung des Bodens und die Beschädigung des Lebensbereiches unzähliger Tierarten.

Dass Bürgerinitiativen, Einzelpersonen und Umweltverbände hierauf achten, ist weder Sturheit noch Willkür, sondern die Forderung nach Einhaltung geltenden Naturschutzrechts.

Christa Breidert, Hermeskeil

Dem Artikel ist zu entnehmen, dass die Windkraftbetreiber Georg Högner und Marc Wiemann fordern, bestehende gesetzliche Regeln in Genehmigungsverfahren außer Kraft zu setzen. Es ist das aktuelle „Spiel“ der Windkraftlobbyisten.

Genannte Regeln wurden von demokratisch gewählten Volksvertretern verfasst, dies im Interesse der menschlichen Gesundheitsvorsorge und zum Wohle der Natur einschließlich des Landschaftsbildes zum Schutz vor Industrieanlagen, die beschönigend „Windräder“ genannt werden und in „Windparks“ gebaut wurden und werden sollen.

Weitere Soße auf die Mühlen dieser Lobbyisten ist das Ammenmärchen von der „Klimarettung“ durch die Windindustrieanlagen.

Hierzu einige Zahlen und Fakten. Durch das Auftauen von Permafrostböden werden mittel- bis langfristig die Gase CO2 (Kohlendioxid) und CH4 (Methan) im Bereich von Gigatonnen in die Erdatmosphäre freigesetzt. Diese Gase führen nach derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu einer Erwärmung der Erdatmosphäre.

Laut Bericht des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change oder „Weltklimarat“) vom 25. September 2019 in Monaco ist bis zum Jahr 2100 das Auftauen von 25 bis 70 Prozent der globalen Permafrostböden zu erwarten.

Somit dürften deutsche „Windräder“, in welcher Anzahl und wie vielen „Windparks“ auch immer, die globale Klimaerwärmung wohl kaum verhindern.

Berliner Volksmund: „Vera... kann ick mir alleene“, dazu brauche ich keine subventionsgeile Windkraftlobby.

Jürgen Zedler, Neuerburg

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