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Der Begriff „Frau“ ist nicht abwertend

Leserbrief : Der Begriff „Frau“ ist nicht abwertend

Gendern

Zum Thema Gendern und zum Leserbrief von Christel Aretz (TV, 14. Juli):

Frau (mittelhochdeutsch frouwe, von althochdeutsch frouwa „vornehme, hohe Frau; Herrin“, wie althochdeutsch frō zu germanisch fraujan „Herr“) bezeichnet einen weiblichen erwachsenen Menschen (aus Wikipedia). Dem Begriff Mann (männlich) entspricht der Begriff Weib (weiblich). Folgerichtig singen Papageno und Pamina in Mozarts Zauberflöte: „Nichts Edlers sei als Weib und Mann, Mann und Weib, …“. Leider ist der Begriff Weib (anders als der Begriff weiblich) in Verruf geraten. Spricht man also von „Mann und Frau“, so wird die Frau eher höher bewertet. In der Anrede „Herr und Frau“ wird nicht Frau abgewertet, sondern der Herr auf das Niveau der Frau angehoben. Um Irritationen zu umgehen, könnte man bestenfalls die Formulierung „Herrin und Herr“ verwenden. Der Ursprung des französischen Wortes Dame ist im lateinischen Begriff Domina („Hausherrin“) zu sehen (Wikipedia). Madame könnte also auch bedeuten: Meine Domina. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Ein Trostpflaster für Madame Aretz: Bei pluraler Anrede heißt es: „Meine Damen und Herren“. Alles klar?