Der Planet wehrt sich

Auto

Zur Berichterstattung über den Diesel-Skandal:
Viele Tausend Jahre, vom Neandertaler bis Mark Zuckerberg, leben Menschen auf unserem Planeten. Solche 100 Jahre wie die letzten lässt sich unser Planet nicht mehr gefallen. Wie ein Hund lästige Flöhe aus seinem Fell schüttelt, wird er sich jener Lebewesen entledigen, die ihn zerstören wollen.
Warnschüsse dürfen trotz ihrer Heftigkeit nur sehr begrenzt mit Umweltsünden in Verbindung gebracht werden, weil sie so manchem Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft die Karriere versauen könnten.
Ob in der aktuellen Situation bestimmten Amerikanern genügend Hirn verblieben ist, um darüber nachzudenken, was der Ausstieg aus dem Pariser Klima-Abkommen bedeuten könnte?
Hat der Urlaubsflieger seine Flughöhe erreicht, sind schon 20 000 Liter Kerosin mit entsprechendem Schadstoffausstoß verbrannt. Das Traumschiff der Kreuzfahrer braucht auf 100 Kilometer 10 000 Liter Schweröl mit dem Schadstoffausstoß von vier bis fünf Millionen Autos auf gleicher Strecke. Während wir an der Tankstelle bei jedem Liter Benzin für Mineralölsteuer, Ökosteuer und Mehrwertsteuer 78,49 Cent bezahlen, bewegen sich die vorgenannten Verkehrsmittel jenseits dieser Belastung.
Auf der Intensivstation werden solche Fälle auf Bewusstseinsstörung behandelt. Das Volk wird abseits jeder Realität mit rhetorischen Kunstgriffen auf Linie gehalten. Dazu eignet sich ganz besonders ein lächerlicher Diesel-Gipfel.
Karl-Heinz Keiser
Thomm