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Steuern
Die Grundsteuer soll allen was bringen

Mit dem Leserbrief „Grundsteuer nur zu Mieter-Lasten?“ von Wilfried Meier (veröffentlicht im Trierischen Volksfreund, Ausgabe vom 12. Dezember) setzt sich die nachfolgende Leserzuschrift kritisch auseinander: Von Karl-Heinz Schuh, Oberbillig

Die Grundsteuer, ursprünglich als kirchlicher und grundherrlicher Grundzins eingetrieben, in der Kaiserzeit verfeinert, wird seit 1893 den Gemeinden zur Verfügung gestellt – zur Bewältigung ihrer Aufgaben für die Allgemeinheit.

Davon profitieren sollen eigentlich alle, die die von dieser Abgabe finanzierten Maßnahmen in irgendeiner Form nutzen, egal ob als Mieter oder Immobilienbesitzer. Insofern zeugt die Frage von Herrn Meier, wieso diese Steuer auf Mieter umgelegt werden kann, von einer völligen Unkenntnis über Sinn und Zweck dieser Umlage.

Auch die weiteren Fragen und Behauptungen in dem betreffenden Leserbrief sind polemisch und dienen nicht einer sachgerechten Auseinandersetzung mit diesem Thema.

Die Eigentümer einer Immobilie stellen ein Grundstück zur Verfügung und sorgen für den Erhalt und ordnungsgemäßen Zustand eines Hauses bzw. einer Wohnung, was über die Jahre hinweg mit erheblichen Kosten verbunden ist.

Ganz zu schweigen von dem allseits bekannten Ärger mit manchen Mietern.

Wenn die Renditen bei Vermietung so satt sind, wie Herr Meier behauptet, möchte ich gern die Frage stellen, warum immer weniger Immobilienbesitzer bereit sind, Mietraum zur Verfügung zu stellen?