Klima: Die letzten Ignoranten ...

Klima : Die letzten Ignoranten ...

Zum Leserbrief von Ewald Bach unter der Überschrift „Hinsetzen, neu machen – und zwar schnell“ (TV vom 28./29. September) schreiben Edmund Bohr und Gabriele Belker:

Die allerwenigsten Menschen mit 16 Jahren haben heutzutage eigenes Geld zu ihrem Lebensunterhalt verdient. Schließt das aber bei jungen Menschen aus, ihre Meinung und ihre berechtigten Ängste und Sorgen zu äußern? Greta spuckt keine großen Töne, sondern sie, und mittlerweile Hunderttausende Menschen auf der ganzen Welt, setzen sich für den Fortbestand unserer Erde ein. Dass unser Leben hier bedroht ist, wird doch mittlerweile ausreichend seriös und wissenschaftlich belegt. Es sollte langsam die letzten Ignoranten wenigstens zum Nachdenken bringen. Fridays for Future prangert die Probleme an, welche durch jahrzehntelange Ignoranz und Habgier entstanden sind. Was andere Leute bezahlen sollen, entscheiden die Politiker und Gesetzgeber. Diese müssen nicht unbedingt auf jede einzelne Forderung eingehen, welche auf Demonstrationen geäußert wird, sondern sollten in Zusammenarbeit mit renommierten und unabhängigen Wissenschaftlern wirkungsvolle Maßnahmen beschließen, statt immer den Weg des geringsten Widerstandes gehen und den Bürger die Zeche zahlen lassen.

Außerdem, was soll der Vergleich mit Personen aus dem tiefsten Mittelalter? Und die Anmerkung: „Jeanne d´Arc landete mit 19 auf dem Scheiterhaufen“? Soll hier absurden und kranken Fantasien freier Lauf gelassen werden?

Edmund Bohr, Baldringen

Geht‘s noch, Herr Bach? Man kann viele Meinungen zu Greta Thunberg haben, aber Ihr Leserbrief ist ein Schlag mitten ins Gesicht der Menschen, die jeden Tag versuchen, unsere Welt zu retten. Ich dachte, die Zeit der Hexenverbrennungen – wobei mir bekannt ist, dass Jeanne d‘Arc nicht als Hexe verbrannt wurde – wäre längst Geschichte, doch es scheint Leute zu geben, die jenen „Brauch“ wieder auferstehen lassen möchten, denn woher kommt sonst Ihre Aussage, Greta Thunberg betreffend: „Übrigens: Jeanne d‘Arc landete mit 19 Jahren auf dem Scheiterhaufen!“

Gabriele Belker, Aach