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Die Mitmach-Zeitung im Netz

Die Mitmach-Zeitung im Netz

Wir laden Sie, liebe Leserin, lieber Leser, zum Dialog ein. Sagen Sie uns Ihre Meinung! Das Motto: Leser fragen - die Chefredaktion antwortet.

Über die jüngsten Unwetter in der Region hat der TV ausführlich in Wort und Bild berichtet - und topaktuell im Internet auf volksfreund.de, inklusive des Aufrufs, Fotos von Hagel, Blitz und Sturm einzureichen. Zahlreiche TV-Leser nutzten diese Möglichkeit. Wolfgang Schmitz aus Trier meint dazu: Mit diesem Leser-Aufruf verlassen Sie meiner Meinung nach die nach unten führende Spirale in Richtung "Bild-Zeitungs"-Niveau und gehen in den freien Fall über. Schade.

Sehr geehrter Herr Schmitz,

vielen Dank für Ihre kritische Anmerkung. Ich will erklären, was die Idee dieser (und ähnlicher) Aktionen ist.

Der Trierische Volksfreund ist seit 132 Jahren am Markt. Eine lange Zeitspanne, in der es immer Veränderungen gab - nie aber in solch massiver Form wie im vergangenen Jahrzehnt. Die Medienwelt verändert sich radikal, und die Mediennutzung verändert sich radikal. Stichwort: Internet.

Der Trierische Volksfreund ist längst mehr als ein Zeitungshaus - er ist ein Medienhaus.

Neben dem gedruckten TV gibt es volksfreund.de; im Internet finden Sie aktuelle Nachrichten (auch Video-News), den größten Terminkalender der Region und vieles andere mehr. Besonders gefragt: die Mitmach-Angebote, zum Beispiel Weblogs (Online-Tagebücher), Chat-Rooms (Schwätz-Buden), die Community (Gemeinschaft der Nutzer), Podcasts (vertonte Beiträge) oder Votings (Abstimmungen). Zu den noch recht jungen "Mitteilungs"-Kanälen gehört die Veröffentlichung von Leser-Fotos, ob das nun Bilder von Partys, Unwettern oder I-Dötzchen sind. Das Prinzip: Sie senden digitale Aufnahmen ein, die wir "unter dem Dach" des Volksfreunds veröffentlichen.

So haben viele Menschen die Chance, als "Bürger-Journalisten" am TV mitzuarbeiten und die Arbeit der Profi-Journalisten zu ergänzen. Ein spannendes Projekt. Denn es entsteht eine umfassende Online-Dokumentation von Ereignissen wie dem schweren Unwetter vor einer Woche - viel umfassender, als sie von den TV-Reportern allein recherchiert werden könnte. Hinzu kommt ein unschätzbarer Vorteil: Der Speicherplatz im Netz ist unbegrenzt.

Fast alle deutschen Tageszeitungen bieten inzwischen solche Neuerungen an. Der TV gilt in der Branche als Vorreiter. Für einige Innovationen im Bereich der neuen Medien sind wir mit Preisen ausgezeichnet worden, unter anderem für die Aktion "Leser-Echo".

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!

Peter Reinhart, stellvertretender Chefredakteur

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Trierischer Volksfreund, Forum

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54294 Trier