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Leserbrief
Die Realität auf den Dörfern sieht anders aus!

Infrastruktur

Zum Artikel „Minister wollen Radfahrer schützen!“ (TV vom 4. April) schrieb uns Fritz Kohl folgenden Leserbrief:

Mal wieder wird zum Thema Radfahrer und Radwegebau eine „Sau durchs Dorf getrieben“. In  der Amtssprache  heißt dies dann: „Dazu werde bei der zweitägigen Ministerkonferenz ab heute in Saarbrücken über eine fahrradfreundliche Novelle der Straßenverkehrsordnung beraten“.

Die Wirklichkeit  auf dem Land, in den Dörfern, sieht  jedoch wesentlich anders aus. Die Dörfer im Heckenland und der umliegenden Ortschaften bemühen sich seit nachweislich 20 Jahren um den Lückenschluss der Radwegeverbindung Kylltalradweg/Maare-Mosel-Radweg. In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat man es doch tatsächlich geschafft, den Radweg bis zur Ortsgemeinde Bruch herzustellen. Das restliche und letzte Teilstück bis zur Ortsgemeinde Dreis  wird nun schon seit Jahren geplant und wieder überplant und nochmal vermessen und so weiter. Das Teilstück ist auch nicht im aktuellen Landeshaushalt 2019/2020 zur Finanzierung eingestellt.

Gerade dieses kurvenreiche Teilstück entlang der L 50 ist aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens, besonders LKW-Verkehr, für Familien mit Kindern viel zu gefährlich, um mit dem Fahrrad dort zu fahren.

Also sehr geehrte Herren Minister, hier können Sie ihren Worten Taten folgen lassen. Machen Sie das Radfahren im Straßenverkehr sicherer und attraktiver. Schützen Sie unsere Rad fahrenden Kinder und Eltern!