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Verkehr: Die Rechnung geht nicht auf

Verkehr : Die Rechnung geht nicht auf

Zum Artikel „Nahverkehr in Luxemburg wird 2020 kostenlos“ (TV vom 22. Januar) schreibt Margit Palm:


Was will man damit ausdrücken?  Lob, Neid oder Information? Heute schon fahre ich ab Wasserbillig nach Luxemburg, zu einem Preis von vier Euro für ein Tagesticket und kann mich damit nach Herzenslust in Luxemburg bewegen. Die Busse in Luxemburg sind zu allen Zeiten, da bezahlbar, sehr gut genutzt. Das ist ein echter Beitrag zum Umweltschutz. 
Hier hingegen erhöht man die Preise für die Stadtbusse und nimmt weiter in Kauf, dass die Busse, morgens und abends mit Schülern, Berufstätigen oder Studenten überfüllt sind und in den Zwischenzeiten fast leer fahren. Was nützt es da, „das Angebot wesentlich zu verbessern“? Zuerst muss die Rechnung stimmen.

Die Kosten für das Busfahren in Trier sind hoch. Einzeln zahle ich in Zone 2, hin und zurück, knapp 4,40 Euro. Wer zu zweit in die Stadt will, fährt billiger mit dem Auto, trotz Parkgebühren. Diese Rechnung müsste anders aussehen.
Aus dem Luxemburger Konzept könnte man lernen. Wenn auch ein Nulltarif nicht möglich ist, so könnte man die Preisgestaltung dennoch überdenken. Auch der Umwelt zuliebe! Hier ist zuerst die Kommune gefordert.

Margit Palm, Trier