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Leserbriefe
Die sieben Hügels Roms ...

Zum Artikel „Trotz Staufrust auf Autobahnen keine 24-Stunden-Baustellen“ (TV vom 6. Juni) meint Uwe Thurn:

Die Reaktionen der betroffenen Autofahrer bezüglich der Behinderungen im Berufsverkehr bedingt durch die Sanierung der Fahrbahnen auf der Sauertalbrücke haben mich ehrlich gesagt überrascht. Jeder Autofahrer aus der Region sollte doch mittlerweile ausreichend über die vorausschauende, effiziente und in der späteren Ausführung äußerst verlässliche Vorgehensweise (vor allem hinsichtlich der fristgerechten Ausführung der jeweiligen Maßnahmen) des Landesbetriebs Mobilität (LBM) informiert sein; man muss als Konsequenz eben nur mal seinen Tagesablauf entsprechend anpassen.

Auch ist mir der bundesweite Aktionismus hinsichtlich der tatsächlichen Schadstoffemissionen von Kraftfahrzeugen, der durch den Abgas-Skandal ausgelöst wurde, nicht nachvollziehbar. Warum wird sogar mit Fahrverboten aufgrund von hohen Schadstoffkonzentrationen gedroht (und in Hamburg mittlerweile sogar vollzogen), wenn man wissentlich kilometerlange Staus in Kauf nimmt und damit verbunden einen Mehrausstoß von Abgasen. Hier könnte man sich (wie schon mehrfach adressiert) ein Beispiel an Luxemburg und seiner vorbildlichen Vorgehensweise bei Fahrbahnsanierungen nehmen. Aber ich vermute mal, das keiner der verantwortlichen Planer auf seinem Weg zur Arbeitsstelle durch diese Verkehrsbehinderungen tangiert wird, sonst würde es vielleicht doch zu einem Mehrschicht-Baubetrieb kommen (wie zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen).

Eine gute Nachricht gibt es zum Schluss aber doch noch: Hätte das Römische Reich in seiner damaligen Verwaltung einen LBM gehabt, wäre sein Expansionsdrang niemals über einen der sieben Hügel von Rom hinausgekommen und  folglich nicht zur Gründung von Trier.

Uwe Thurn, Trier