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Militär: Dilettantisch, unprofessionell, desinteressiert

Militär : Dilettantisch, unprofessionell, desinteressiert

Zum Artikel „Leck in Kerosin-Pipeline verursacht Umweltschaden“ (TV vom 27./28. Februar) schreibt Dieter Loeding:

Schon wieder ist die Umwelt durch ein Leck und ausgelaufenen Treibstoff am Flughafen Spangdahlem beschädigt worden. Ausmaß und Folgen werden im Zweifelsfall auch hier wieder vertuscht.

Es darf in diesem Zusammenhang an die massiven Grundwasser-, Teich- und Bachverseuchungen erinnert werden, die ebenfalls durch den Flughafenbetreiber (Löschschaum) verursacht wurden. Mainz verweist – wie immer – auf die wirtschaftlichen Vorteile des Militärflughafens für die Region; die großen Umweltprobleme werden ausgeblendet und spielen für die Regierungsmannschaft offensichtlich keine Rolle. Hinzu kommen unerträglicher Lärm zu jeder Tageszeit – auch abends – durch die Flugzeuge, überdurchschnittlich hohe Krebsraten in der Region. Vor einiger Zeit regte sich Mainz über den Lärm startender und landender Flugzeuge in Frankfurt auf, hier in unserer Region ist das anscheinend kein Problem.

Früher war man stolz auf viele Politiker in unserem Land, die ihren Amtseid auch umgesetzt haben. Heute sind eher Günstlingswirtschaft, Rechtsbrüche und Selbstbedienungsmentalitäten an der Tagesordnung.

Dilettantisch und unprofessionell ist auch die Planung und Realisierung geeigneter Maßnahmen in Corona-Zeiten, insbesondere auch hinsichtlich zeitnaher Umsetzung zugesagter Hilfen für seit Monaten notleidende Unternehmen. Auch das führt dazu, dass viele der Wahl ferngeblieben sind.

Ein Vorschlag: Zukünftig werden auch Nichtwähler berücksichtigt; das heißt, liegt die Wahlbeteiligung bei 60 Prozent, gehen zukünftig auch nur 60 Prozent der Gewählten in den neuen Landtag (sicherlich auch eine gute Maßnahme für den überdimensionierten Bundestag). Die Anwendung des Dreisatzes sollte wohl gelingen.

Dieter Loeding, Badem