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Politik: Diplomatische Fehltritte

Politik : Diplomatische Fehltritte

Zum Artikel „Wenn aus Nachbarn plötzlich Gegner werden“ (TV vom  9./10. Februar) schreibt Helmut Göbel:

Diesem Bericht kann ich im Großen und Ganzen nur zustimmen. Hier wird in Bezug auf die italienische Regierung gegenüber der französischen von verantwortungslosen Einmischungen gegenüber einer fremden Regierung in die Innenpolitik eines benachbarten Staates gesprochen.

Im Volksfreund vermisse ich jedoch oft in Richtung ehrlicher und offener Berichterstattung, besonders im politischen Bereich, dass diplomatische Fehltritte dieser Art, die Deutschland betreffen, teilweise nur in Magerform oder auch gar nicht erwähnt werden. Der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, hat schon kurz nach seiner Akkreditierung kundgetan, dass er populistische Strömungen in Deutschland unterstützen werde. In der kurzen Zeit als Botschafter hat er auch schon mehrmals Deutschland und seiner Industrie gedroht, dass sie, wenn sie nicht mit amerikanischen Interessen in Einklang stehen würden, das zu spüren bekämen. Sind solche diplomatischen Fehltritte, die gegen angebliche „Freunde“ gerichtet sind, keine vernünftige Berichterstattung wert?

Helmut Göbel, Prüm