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Fußball: Eigentore statt Elfmeter

Fußball : Eigentore statt Elfmeter

Zur Berichterstattung über die Fußball-Bundesliga schreibt Stefan Mayer:

Zu Schalke, dem Schuldenverein, schlich bisher kein Berater mit Geld im Gewande …

So oder ähnlich, aber nicht von Schiller. Man muss schon staunen: Verbindlichkeiten in Höhe von 200 Millionen Euro – und noch keine Insolvenz. Welches Wirtschaftsunternehmen könnte dies überleben? Anscheinend haben Fußballvereine eine bessere Lobby als Kaufhof-Karstadt.

Ein Verein, der nichts produziert außer Schulden, möchte nun vom Land Nordrhein-Westfalen eine Kreditbürgschaft in Höhe von 31,5 Millionen Euro. Praktisch, jetzt der Corona-Pandemie zusätzliche Schuld zuzuweisen!

Bestes Beispiel für solch eine Misswirtschaft ist der 1. FC. Kaiserslautern, wo das Land und die Stadt die Ideen des Vereinsmitglieds und ehemaligen Ministerpräsidenten Kurt Beck seit langem ausbaden müssen.

Die Zahlung von ungerechtfertigten Millionen-Gehältern an Spieler und Trainer dürfte nicht zulasten des Steuerzahlers gehen. Eine 20-Millionen-Euro-Jahresforderung, wie angeblich von dem Torhüter Manuel Neuer gefordert, ist einfach lächerlich für jemanden, der nur zwischen zwei Pfosten steht.

Warum werden die hochverschuldeten Vereine weiter in den Ligen zugelassen? Nun ja, vermutlich wäre sonst der FC Bayern die einzige Mannschaft, die noch spielen dürfte.

Stefan Mayer, Trier