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Landwirtschaft und Ernährung: Eiskalt, ignorant, unmenschlich

Landwirtschaft und Ernährung : Eiskalt, ignorant, unmenschlich

Zum Artikel „Schärfere Regeln für Tiertransporte und Schlachthäuser“ (TV vom 4. August) und zu weiteren Beiträgen zum Thema schreiben Elfriede Sebastiani und Josef Gitzinger:

Wer bestraft die verantwortlichen Politiker und auch die Kirche wegen unterlassener Hilfeleistung bei grausamsten Tierquälereien?

Ich wünsche all jenen, die das zu verantworten haben und die wegen mangelnder oder fehlender Kontrollen nicht eingreifen, dass sie dieses unbeschreibliche Tierleid einmal hautnah miterleben müssen, eingepfercht im Tiertransporter zwischen all den armen Mitgeschöpfen, die unter Hitze, Hunger, Durst, Angst und anderen Schmerzen unerträglich leiden müssen, zu sehen, wie ihnen die Tränen aus den Augen laufen.

All das müssten die Verantwortlichen bis zum bitteren Ende/Ziel miterleben und sich dann auch noch ansehen, wie die bereits völlig erschöpften, zum Teil schwerverletzten Tiere (viele überleben diese Strapazen auch nicht) dann dort am Ziel im Libanon, Marokko, Ägypten regelrecht hingerichtet werden auf grausamste Art und Weise.

Ja, geht es denn noch? Tierschützer kämpfen seit über 20 Jahren gegen diese Massaker, aber die Politik hat lange Zeit nichts unternommen, und auch die Kirche lässt die Tiere (Geschöpfe Gottes) im Stich.

Unglaublich, eiskalt, ignorant, unmenschlich – was sind das für „Un“-Menschen, die so etwas nicht interessiert, obwohl sie es in der Hand hätten, dieses Elend sofort zu beenden?

Rheinland-Pfalz hat Tiertransporte in Nicht-EU-Länder jetzt verboten. Das ist gut, reicht aber nicht. Das Verbot muss generell gelten. Und Politiker und Kirchenvertreter, die vor dem Elend die Augen verschließen, gehören bestraft.

Die Tiere sind uns ausgeliefert, wir müssen sie beschützen und dürfen sie nicht quälen.

Elfriede Sebastiani, Ensch

Zum Leserbrief „Setzt diesem Elend endlich ein Ende!“ (TV vom 1./2. August):

Es ist lobenswert und Brigitte Wedler hoch anzurechnen, dass sie sich so für das Wohl der Tiere und gegen die Qualen, die sie auf ihren langen Transportwegen erleiden müssen, einsetzt.

Wenn aber Weidetiere, die dem Züchter oder Besitzer ans Herz gewachsen sind und schon fast zur Familie gehören, von dem so geliebten Wolf gejagt werden, gehetzt und auf bestialische Art zerrissen, zerfleischt, halbtot in ihren Qualen aufgefunden oder tot entsorgt werden müssen – was dem Besitzer fast das Herz zerreißt –, hört man von Tierschützern wie Frau Wedler recht wenig.

Wo bleibt hier der Aufschrei!?

Josef Gitzinger, Mettlach-Faha