Energie

Zum Artikel "Eine Abwrackprämie für alte Kühlschränke" (TV vom 23. November):

Welch eine Idiotie! "Aufessen" statt "einfrieren"! Das Gesundheitswesen beklagt zunehmende Fettleibigkeit als Gesundheitsrisiko und Kostentreiber im Gesundheitswesen, und ein Umweltminister kennt die Zahlen nicht, die er eigentlich kennen müsste. Weiß der wohlbeleibte Herr Altmaier nicht um die Millionen Ein- und Zwei-Personen-Haushalte in dieser Republik? Nicht jeder Bundesbürger will sich von "Fertigfraß" ernähren! Allerdings kann man auch nicht für einen Ein-Personen-Haushalt einen Viertelrotkohl und ein halbes Äpfelchen kaufen. Also gibt es nach wie vor viele wunderbare Gerichte, die man im großen Topf zubereitet und zur weiteren Verfügung einfriert. Oder glaubt dieser Mensch allen Ernstes, dass es energiesparender ist, kleine Portionen Linsensuppe im Winter, Bohnensuppe im Sommer, Apfel-Rotkohl, Sauce Bolognese, Coque au Vin oder Ochsenschwanzragout jeweils für ein oder zwei Personen auf der Herdplatte oder im Backofen zuzubereiten? Es ist der blanke Hohn, wenn Herr Altmaier Tipps fürs Energiesparen von sich gibt angesichts der Tatsache, dass wirkliche "Energiefresser" von vielen finanziellen Belastungen befreit sind. Es ist sinnvoll für einen kleinen Haushalt, gewisse Gerichte im großen Topf zuzubereiten und den Rest einzufrieren. Langsam auftauen lassen und für die nächste Mahlzeit kurz erwärmen, spart Energie. Herr Altmaier hat davon leider keine Ahnung. Ist also unglaubwürdig. Ulrike Möhn, Wittlich