Energie

Zum Leserbrief "Saugt auf, leitet nicht ab" (TV vom 6. Mai):

Im Energietipp zum Thema Dachdämmung haben wir auf die Möglichkeit hingewiesen, eine Unterdachkonstruktion mit Hilfe von Holzweichfaserplatten als Alternative zur klassischen Unterspannbahn herzustellen, weil diese diverse Vorteile bietet. Die Behauptung von Herrn Rass, dass Holzweichfaserplatten weder regendicht noch in der Lage seien, Feuchtigkeit in die Regenrinne abzuleiten, ist so nicht richtig. In den Regelwerken des Zentralverbandes des Deutschen Dachdeckerverbandes (ZVDH) ist die Holzweichfaserplatte für die Verwendung als Unterdeckung ausdrücklich aufgeführt. Die dafür geeigneten Produkte sind druckfest und regensicher aufgrund der durchgehenden Hydrophobierung (Wasserabweisung) mit Hilfe von Paraffinen, Latex oder Bitumen. Je nach Anforderungsgrad und Dachneigung kommen gegebenenfalls notwendige Naht- und Stoßausführungsdetails hinzu. Der von Herrn Rass beschriebene Effekt des Aufsaugens von Feuchtigkeit kann in der Praxis nur bei nicht für die Unterdachkonstruktion geeigneten Holzweichfaserplatten auftreten. Eine gleichzeitige Sättigung der Platte mit Wasser und eine anschließende Schimmelbildung kommen zudem nur dann vor, wenn entsprechende Mengen Wasser durch eine nicht mehr intakte Dachdeckung eindringen und keinerlei Trocknung stattfindet. Hans Weinreuter, Energiereferent der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, Mainz