Energie

Zum Leserbrief "Geordneter Rückzug" (TV vom 8. Oktober):

Während zurzeit neue Windkraftanlagen errichtet und geplant werden, spricht Herr Wurzel in seinem Leserbrief schon vom Rückbau der Anlagen. Den Begriff Übergangslösung beziehungsweise Übergangstechnologie kenne ich eher im Zusammenhang mit der Kernenergie. Seit circa 45 Jahren wird nun diese Form der Stromerzeugung in Deutschland genutzt. Damals angetrieben und mit Milliarden finanziell unterstützt durch den Staat; von den Energieunternehmen gar nicht gewollt. Die Kernenergie besitzt ein hohes Betriebsrisiko und zusätzlich die ungelöste Problematik der Endlagerung. Daher soll sie eigentlich als Übergangstechnologie irgendwann durch sichere und saubere Energiequellen ersetzt werden. Der Rückbau von stillgelegten Atommeilern lässt enorme Kosten entstehen und produziert unvermeidlich radioaktiv belastete Abfälle. Wo aber soll das Problem beim Rückbau einer Windkraftanlage bestehen? Mal abgesehen davon: Warum sollen wir jetzt schon von Rückbau sprechen? Eher kommt nach bestimmter Laufzeit ein Austausch der Anlage gegen technisch verbesserte Versionen mit noch höherem Wirkungsgrad in Betracht. Eine Frage an Herrn Wurzel: Welche Energiequelle haben wir denn am Ende seiner Übergangslösung? Ich kann nicht nachvollziehen, warum eine saubere Art der Energiegewinnung (negative Effekte wie Geräusch-/Schallentwicklung oder Schattenschlag müssen natürlich berücksichtigt werden) ständig schlecht geredet wird; die ganze Energiewende infrage gestellt wird. Das Wasser wird immer den Berg hinablaufen, und im Fluss der Mosel liegt Cattenom halt höher als meine Heimat, die Mittelmosel. Das macht mir Sorgen! Jürgen Fehres, Mülheim an der Mosel