Enthauptungsschlag nur eine Frage der Zeit

Enthauptungsschlag nur eine Frage der Zeit

Zum Artikel "Ahmadinedschad hofft auf weitere Atomgespräche" (TV vom 24. Januar):

Nachdem das Regime des Iran die Verhandlungen über sein Nuklearprogramm wieder einmal hat scheitern lassen, drängt sich der Verdacht auf, es wolle nur weiter Zeit schinden und so lange verhandeln, bis es einsatzfähige Nuklearwaffen hat, dann brauchte es nicht mehr zu verhandeln. Ich fürchte, dass Wirtschaftssanktionen und die Sabotage der - von Siemens illegal gelieferten - Steuergeräte der iranischen Uranzentrifugen durch Stuxnet bald nicht mehr ausreichen könnten und eine militärische Vernichtung des iranischen Nuklearpotenzials unabwendbar wird. In diesem Fall wäre wohl ein Enthauptungsschlag gegen den Iran notwendig, der nicht nur die Nuklearanlagen, sondern auch die Raketenstellungen und alle wichtigen Stützpunkte von Luftwaffe, Heer und Marine sowie der Revolutionswächter (Pasderan) und der Bassidsch-Milizen zerstörte; auch Präsident Ahmadinedschat, Revolutionsführer Khamenei und der Wächterrat wären dann wahrscheinlich Ziele. Israel wird jedenfalls der wachsenden Bedrohung durch den Iran sicher nicht mehr lange tatenlos zusehen. Und wem Israel egal ist, der möge bedenken, dass iranische Raketen bald auch Mitteleuropa bedrohen könnten. Wenn es wirklich erforderlich ist, sollte daher die Nato es im eigenen Interesse nicht einfach Israel - und vielleicht noch den USA - überlassen, für sie die Kastanien aus dem Feuer zu holen, sondern sich dann tatkräftig an der Abwendung der iranischen Gefahr beteiligen - so könnte die Nato auch endlich einmal ihr Fortbestehen 20 Jahre nach der Auflösung des Warschauer Pakts begründen - danach mag sie sich von mir aus ebenfalls auflösen.

Robert Seidenath, Gusterath

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