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leserbriefe
Erinnert euch!

Zur Berichterstattung über Donald Trump und die Nato schreibt Peter Oldfield:

Amerika war maßgeblich beim Schaffen des Nachkriegseuropas. In den späten 40er und den 50er Jahren spielte es die Rolle der Hebamme für die EU und die Nato, die Allianz, die den Kalten Krieg gewann. Amerika tat dies zum Teil  aus eigenem Interesse, weil es zweimal in einen Weltkrieg gezogen wurde, den die Europäer angezettelt hatten. Die deutsch-französische Feindschaft sollte beendet werden und ein Bollwerk gegen die sowjetische Bedrohung errichtet.

Nach dem Zusammenfall der Sowjetunion war die Allianz maßgeblich dabei, die Demokratie in den gerade befreiten osteuropäischen Ländern zu festigen.

Präsident Trump sowie manch ein europäischer Politiker scheinen vergessen zu haben, wozu die Nato heute gut ist.

Die drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen, die dieses Jahr die hundert Jahre ihrer Staatsgründung stolz feiern, wissen es besser. Gefragt, ob Amerika zum Beispiel Montenegro bedingungslos zur Seite stehen würde, falls es angegriffen würde, meinte Trump vor einigen Tagen, Montenegro sei ein kleines Land und und es gäbe dann die Gefahr eines Dritten Weltkriegs.

Welche Konsequenzen sollten wir ziehen?

Peter Oldfield, Mertesdorf