ERNÄHRUNG

Zum Artikel "Wenn das Essen zur Qual wird" (TV vom 14. November):

Essstörungen sind schwerwiegende Erkrankungen, die nicht selten zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen. Aus diesem Grund ist es gut, wenn in der Presse zu diesem Thema Hilfreiches und Aufklärendes berichtet wird. Derartige Berichte sollten aber - gerade wenn es sich um medizinische Themen handelt - nicht unvollständig sein und schon gar nicht einseitig bestimmte Behandler anpreisen. Im Artikel wird vom Trierer Netzwerk Essstörungen gesprochen, das sich vor einigen Monaten konstituiert hat. In diesem Netzwerk sind eine Reihe von hoch qualifizierten Behandlern zusammengeschlossen, um untereinander relevante Informationen auszutauschen, sodass neuere Entwicklungen und auch neueste Behandlungsangebote bekannt werden. Es ist beileibe nicht so, dass das Netzwerk eine Kooperation der Abteilung Psychosomatik/Schmerzmedizin der Inneren Medizin 2 des Mutterhauses und der Abteilung Klinische Psychologie der Universität in Trier wäre. Die Kooperation umfasst auch weitere hoch qualifizierte Behandler und stationäre Behandlungsangebote. Im Verbundkrankenhaus Bernkastel-Wittlich ist seit längerer Zeit die Hauptfachabteilung Psychosomatik etabliert, die neben den bekannten psychosomatischen Krankheitsbildern auch Essstörungen aller Art fachlich hoch qualifiziert behandelt. In der Abteilung werden jedes Jahr über 400 Patienten stationär behandelt, was allein schon eine entsprechende Behandlungsexpertise bedeutet. Bei der Gründung des Netzwerks Essstörungen in Trier wurde seinerzeit selbstverständlich auch diese psychosomatische Hauptfachabteilung eingebunden und beteiligt. Dr. med. Joachim Faude, Chefarzt der Abt. für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des Verbundkrankenhauses Bernkastel-Wittlich