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Tourismus: Ersatzlos gestrichen

Tourismus : Ersatzlos gestrichen

Zum Artikel „Urlaub in der Region liegt im Trend“ (TV vom 4. März) schreibt Tobias Stadtfeld:

Mit großem Erstaunen habe ich gelesen, dass der Chef der Rheinland-Pfalz-Tourismus GmbH, Stefan Zindler, im Coronavirus eine Chance für den heimischen Tourismus sieht. Sollte es sich hier tatsächlich um eine ernstgemeinte Einschätzung handeln, so kann man Herrn Zindler nur dringend empfehlen, den Dialog mit den touristischen Dienstleistern zu suchen und sich über die Realität zu informieren. Geplante Reisen, die aufgrund der aufkommenden Krise storniert wurden, werden sicherlich nicht wie  angedeutet durch Reisen in die Eifel, den Hunsrück oder an die Mosel ersetzt, sondern ersatzlos gestrichen. Viele touristische Dienstleister unserer Region sind gerade nach der langen Durststrecke im Winter auf die Einnahmen mit der beginnenden Saison zu Ostern angewiesen, Stornierungen und eine zurückhaltende Bereitschaft zu Ausflügen und Unternehmungen können hier sehr schnell existenzgefährdend sein. Hier gebührt dem Dehoga Rheinland-Pfalz ein Lob, der die Ernsthaftigkeit der Situation frühzeitig erkannt und sofort den Dialog mit Betrieben und Landesregierung gesucht hat. Inwieweit nun aber kurzfristig sinnvolle Maßnahmen ergriffen werden können, bleibt abzuwarten.

Tobias Stadtfeld, Manderscheid