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Kriminalität: Erst nachfragen, dann auszahlen

Kriminalität : Erst nachfragen, dann auszahlen

Zum Leserbrief „Formal korrekt, moralisch heikel“ (TV vom 24. Juni) und zum Artikel „Mehrere zehntausend Euro ergattert – Trierer Seniorin wird Opfer dreister Betrüger“ (volksfreund.de vom 12. Juni) schreibt Hedy Ewertz:

Ich kann Hansjörg Heinrichs nur beipflichten! Die Betrügereien sind seit Jahren bekannt, es darf nicht mehr passieren, dass Bankangestellte Bar-Beträge in einer solchen Höhe ohne vorsorgliche Nachfragen aushändigen, wenn ein Senior allein oder mit einer fremden Person am Schalter steht! Bei den Bankbeschäftigten handelt es sich um sehr gut ausgebildete Mitarbeiter, und es ist nicht zu viel verlangt, die Augen und Ohren aufzuhalten. Es ließe sich doch leicht erkunden, ob die beabsichtigte Abhebung in Ordnung ist, und wenn Zweifel aufkommen, könnten weitere Fragen eine Straftat verhindern.

Aber verantwortungsvolles Handeln ist anscheinend immer noch nicht selbstverständlich.

Hier geht es nicht um Kontrolle alter Menschen, sondern um Vorsorge, denn nach meiner unmaßgeblichen Meinung ist die Bank moralisch mitverantwortlich für das angesparte Vermögen von Senioren. Doch leider legen manche Banken mehr Wert auf junge Kundschaft, denn das sind die Kunden von morgen, übermorgen …

Auch wenn durch die Polizei und die Medien viel Aufklärungsarbeit zur Verhinderung solcher Straftaten erfolgt, es genügt noch nicht, damit diese sogenannten Enkeltricks nicht passieren.

Hedy Ewertz, Bitburg