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Erwin Unkelhäußer Zum Artikel „Diskussion um neue Windräder“

Windkraft : Ohne Pachteinnahmen kein Windrad

Erneuerbare Energie

Zum Artikel „Diskussion um neue Windräder“ (TV vom 23. September) schrieb uns Erwin Unkelhäußer:

Ich zolle allen Respekt, die Windkraft auf dem Haardt- und Ranzenkopf zum Schutz des Klimas befürworten. Geht es doch darum nationale und internationale Umweltziele zu erreichen, den Treibhauseffekt zu verringern und somit das Ökosystem zu unterstützen. Beim Lesen dieser Zeilen wird bri so manchem Ortsbürgermeister und auch Gemeinderatsmitgliedern ein breites hämisches Grinsen im Gesicht zu erkennen sein. Weil „Money first“ die bittere Realität des Windkraftspektakels ist, oder wie Clemens Beckmann im oben genannten  treffend formulierte: „Windkraftanlagen sind so etwas wie Gelddruckmaschinen für die sie beherbergenden Orte.“
Irrsinniger Weise kommt man zwangsläufig zur Feststellung, dass ohne die Pachteinnahmen der Orte von circa 40 000 Euro pro Windrad im Jahr sich kein einziges Windrad auf dem Haardt- und Ranzenkopf drehen würde. Einzig und alleine sind diese Pachteinnahmen von Nöten, um marode Haushalte wie  Veldenz und Burgen auszugleichen und Misswirtschaft aufzufangen. Koste es, was es wolle.
Dieser Tatsache entsprechend entwickelten und entwickeln sich bei Räten der Ortschaften wie  Veldenz und Burgen ungeahnte Energien. Veldenz, als Vorreiter des Windradspektakels, ging rücksichtslos vor und wissentlich der enormen Nachteile für die betroffenen Gemeinden wie Gornhausen, Merscheid, Elzerath, um nur einige zu nennen. Der Luftkurort Veldenz sieht kein einziges Windrad, bedient sich auf Kosten anderer an der Gelddruckmaschine und weiß mittlerweile nur noch durch Blick auf das Gemeindekonto von deren Existenz.

Gornhausen blickt mittlerweile auf rund 40 Windräder, da könnten doch zwei bis drei Windräder mehr nicht das Gesicht verschandeln, so Ortsbürgermeister Grasnick im TV vom 23. September.  Welche Rücksichtslosigkeit muss ich ihm da vorwerfen, wenn er sich selbst durch vier blinkende Windräder in der Ferne in Burgen beeinträchtigt fühlt. Und es gipfelt in seiner wissentlich falschen Aussage, dass sogar der Ortsvorsteher von Gornhausen, Stefan Wagner, nichts dagegen hätte, Windräder auf dem Ameisenhügel zu errichten (Quelle: Mittelmoselnachrichten Ausgabe 31/2020).

Es reicht, mögen die verantwortlichen Entscheider den Irrsinn erkennen und einem weiteren Ausufern des Windradspektakels entgegenwirken. Gornhausen hatte die Errichtung von Windkraftanlagen auf seiner Gemarkung seinerzeit abgelehnt, Gornhausen hat und hatte immer einen ausgeglichenen Haushalt, weil Gornhausen im Gegensatz zu anderen Gemeinden wirtschaften kann. Damit bekommen auch die mittlerweile fünf Windräder auf der Gemarkung Gornhausen, die lediglich aus der Rücksichtslosigkeit, insbesondere der Gemeinde Veldenz, letztlich doch entstanden sind, eine ganz andere Bedeutung. Nämlich tatsächlich Klimaschutz, des weiteren Entlastung der Bürger bei  Straßenbaumaßnahmen oder gar die Streichung von Grundsteuer A und B und vieles mehr. Beeinträchtigungen durch Windkraft werden somit in Gornhausen den Bürgern durch Entlastungen zurückgegeben.