Leserbriefe : Es reicht

Zum Artikel „Treibstoffregen über Rheinland-Pfalz nimmt zu“ (TV vom 25. Januar) schreibt Ullrich Papschik:

Die Regionen Eifel und Mosel werden als Erholungsorte und Naturparadiese angepriesen, hier sind die Milch- und Sprudelproduktionskammern für Zigtausende Bürger angesiedelt (Muh, Arla, Brunnen Gerolstein, Daun).

Da wundert man sich, dass die Flugsicherung im fernen Frankfurt pro Jahr zwischen 235 und 370 Tonnen Flugbenzin über Eifel und Hunsrück angeblich umweltfreundlich vernebeln und verdunsten lässt. Ich möchte daran erinnern, dass der TV schon vor 20 Jahren über das Thema berichtete. Das sind also in zwei Jahrzehnten geschätzt 6000 Tonnen oder 200 LKW mit je 30 Tonnen Flugbenzin.

Wir müssen nicht auf Wolken aus Cattenom warten, wir müssen uns nicht wundern, wenn Angelteiche oder das Grundwasser mit Schadstoffen verunreinigt sind.

Das Umweltministerium muss dringend Vorsorge treffen, Bußgelder verhängen und neue Regeln für das Treibstoffablassen beschließen. Wir Bürger wollen einfach nicht geduldig abwarten, bis Flugbenzinreste in unseren Hausgärten oder in Milch, Sprudel oder Bier nachgewiesen werden.

Ullrich Papschik, Bitburg