euro-krise

Zum Kommentar "Es gibt etwas zu erklären" (TV vom 9. August):

Meinung

Was der deutsche Steuerzahler wissen will
Werner Kolhoff beschreibt in seinem Kommentar zutreffend die deutsche Euro-Politik, die nur widerstrebend dem Drängen der überschuldeten Eurostaaten nach umfassenden und dauerhaften Hilfszahlungen und Bürgschaften nachkommt. Hätte die Bundeskanzlerin unverzüglich der Vergemeinschaftung der Staatsschulden im Euro-Raum zugestimmt, wäre die Krise für einige Zeit gemeistert worden und die sogenannten Pigs-Staaten (Portugal, Irland, Griechenland) hätten ihre Schuldenpolitik ungebremst fortführen können. Das Endergebnis dieses Weges wäre eine ungeheure Schuldenlast, auf deren Entstehen der deutsche Steuerzahler keinerlei Einfluss hätte, zu deren Begleichung er aber verpflichtet wäre. Wer diese Politik befürwortet, wie die SPD, die Grünen und Volksfreund-Kommentator Kolhoff, sollte den Mut aufbringen, offen die Wahrheit über die Konsequenzen zu sagen und diese nicht verharmlosen. Wie neben der Übernahme fremder Staatsschulden und der Finanzierung einer langfristigen Wachstumsstrategie für schwache Euro-Staaten die Einhaltung der Sparvorhaben möglich sein soll, die durch die Schuldenbremse im Grundgesetz verbindlich wurden, würde der deutsche Steuerzahler doch auch gerne wissen. Ulrich Mayr, Trier

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