Europa

Zur Berichterstattung über die Wahl in England und zum versprochenen Referendum von Premier David Cameron über den Verbleib in der EU:

Das Ergebnis der Wahl in Großbritannien ist gut für Europa. Ich habe im Januar 2012 die Vorstellungen von Cameron zur Reform der EU gelesen, sie kamen mir sehr plausibel vor. Auch habe ich zur Kenntnis genommen, dass Cameron sich gegen den frankophilen Juncker als Kommissionspräsidenten gestellt hat, das war noch plausibler für mich. Nachdem sich nun die europäische Elite gegenseitig feiert und Martin Schulz für Selbstverständlichkeiten auch noch den Karlspreis erhält, glaube ich endgültig, dass Brüssel zurückgebaut werden muss. Nur durch einen gewissen Schock, so ist zu hoffen, kehrt dort wieder Demut ein, Bürgernähe erwarte ich von den Eurokraten jedoch nicht. Dazu sind sie zu weit weg von den Menschen. Die Mehrheit der Briten hat in vielen Punkten ihrer EU-Kritik recht. Und eine wachsende Zahl von Kontinentaleuropäern teilt mit ihnen die Skepsis über den Zustand der Union. Ja, warum werden die Ansichten Luckes (AfD) in Deutschland als "Rechtspopulismus" abgestempelt? Lesen Sie doch mal die Kommentare in den Zeitungen. Lucke und andere Teile der AfD haben doch mit der von ihnen begründeten Euro-Kritik recht. Der Einheitsbrei EU lähmt doch fast alles und wird von der Bevölkerung nicht mehr akzeptiert. Es ist sehr zu hoffen, dass der englische Premier die Menschen auch auf dem Festland aufrüttelt. Wird er dann in der EU als Rechtspopulist beschimpft? Es wird höchste Zeit, dass den Brüsseler Eurokraten mit ihrem ungezügelten Regulierungswahn und der Erzieherattitüde mal aufgezeigt wird, dass es so nicht weitergeht. Da sitzen hoch bezahlte EU-Beamte, die sich mit krummen Gurken, Glühbirnen, Ölkännchen und tropfenden Wasserhähnen befassen. Hieran zu erkennen ist, dass es in der EU-Verwaltung viele überflüssige Beamte gibt. Ein Lob für die Briten, die über den Verbleib in der EU eine Volksabstimmung abhalten wollen. An Mut fehlt es vielen Staaten in der EU, aber in denen gibt es leider kein Recht auf ein Referendum. Wozu sind wir Deutschen in Europa dabei? Wir dürfen in vielen Dingen nicht im eigenen Land entscheiden. Was wir dürfen: als größter Nettozahler die EU finanzieren. Diese abgehalfterten Politiker der EU haben gut dotierte Posten, sind so überflüssig wie ein Kropf und meinen, sich in innere Angelegenheiten einmischen zu müssen. Mit Gründung der Währungsunion durch Helmut Kohl wurden die Deutschen auf den Arm genommen und zum Teil entmündigt. Steigt aus dem Laden aus! Am besten noch vor den Briten. Albert Krewer, Zemmer