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Luftfahrt: Fatale Fehler, düstere Zukunft

Luftfahrt : Fatale Fehler, düstere Zukunft

Zur Berichterstattung über die Lage der angeschlagenen Lufthansa schreibt Dieter Schilling:

In der Luftfahrtbranche finden dramatische Einschnitte statt. Die „Retter“ der Lufthansa denken anscheinend nur an das Jetzt, vergessen aber die Zukunft. Schnell sind Tausende Mitarbeiter entlassen – ausgebildet und geschult von der Lufthansa, Bodenpersonal, Kabinencrews, Piloten. Über die sozialen Auswirkungen, etwa Familie, spricht keiner, und wie der Stellenabbau sozialverträglich gestaltet werden kann.

Die Lufthansa kämpft um jeden Slot (freie Luftfahrtstraßen für Starts und Landungen), der zu bekommen ist und der für sie wichtig ist. Nun soll das Unternehmen Slots und Flugzeuge abbauen, um einen Kredit zu bekommen – zugunsten anderer Airlines! Mit so einem Handel kann sie keinen Kredit zurückzahlen. Sollten Mitarbeiter entlassen werden und in die Arbeitslosigkeit geraten, stellt sich die Frage: Was kostet den Staat mehr Geld, einen Kredit zu finanzieren oder das Arbeitslosengeld? Jeder Mitarbeiter, der später wieder eingestellt werden soll, besonders beim fliegenden Personal, muss geschult werden. Eine Vorgabe des Luftfahrtbundesamts. Unter anderem bei der Corona-Rückholaktion, von der Bundesregierung organisiert, war Lufthansa aktiv.

Nun zu Ryanair, bekannt als Billigflieger. Alles, was für diese Airline gut und günstig ist, eignet sie sich an, das ist legitim. Sie ist erster Anwärter für die Slots, die Lufthansa abgeben soll. Dass Billigflieger schon wieder mit Dumping-Tickets locken, ist fatal und unmoralisch.

Dieter Schilling, Kenn