Katholische Kirche: Fels in der Brandung

Katholische Kirche : Fels in der Brandung

Zum Artikel „Drama im Vatikan –  ,Zwei Päpste sind einer zu viel’“ (TV vom 15. Januar) schreibt Volker Lepage:

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. und Robert Kardinal Sarah haben durch das Buch „Aus den Tiefen unserer Herzen“ klare Position für den Zölibat bezogen. Damit widersprechen sie dem liberalen Zeitgeist und gehorchen Gott mehr als den Menschen, denn es stimmt: Der Zölibat ist nach katholischer Lehre von Gott gewollt (Katechismus 1577 ff). Viele Heilige haben diesen Willen Gottes bestätigt, übrigens auch Hildegard von Bingen; die bekannte Kirchenfrau wird ansonsten immer gerne erwähnt.

Moderne Denker wollen nun von dem 92-jährigen Heiligen Vater endgültig nichts mehr hören. Immer noch sucht man jeden Tag Anklagepunkte gegen seine Person, und ein Kinofilm soll Stimmung gegen ihn machen. Er stört. Er soll den Mund halten. Keine Barmherzigkeit. Dabei hatte Papst Benedikt XVI. von Anfang an viele Gegenspieler, auch in den eigenen Reihen, die sich sein Verschwinden wünschten. Nach seiner Wahl 2005 sagte er: „Betet, dass ich nicht furchtsam vor den Wölfen fliehe.“ Unglaublicher Druck folgte. Angeblich sogar Morddrohungen. Da war nichts von Gehorsam zu spüren, im Gegenteil: 2011 gab es Unterschriftenaktionen von Hunderten Theologen und Priestern mit den uralten Forderungen zur  Zölibats-Abschaffung und so weiter. Eine Kirchenspaltung drohte schon 2013, wäre er nicht notgedrungen beiseite getreten, um dieses Schisma zu verhindern oder zumindest aufzuschieben. Abwertend wird heute von „Ex-Papst“ gesprochen, dabei ist eine Emeritierung nicht mit einem Rücktritt gleichzusetzen.

Ich höre den Heiligen Vater immer noch gerne. Er ist beständig wie ein Fels in der Brandung. Er ist klar in der Lehre und verwirrt nicht. Man spürt, dass er die Kirche liebt. Er will eben zuerst nur Gott gefallen, nicht den Menschen. Wir sollten wieder dankbar den Wert der Sakramente erkennen: Denn die Priesterweihe, die Ehe zwischen Mann und Frau, die Heilige Eucharistie und die anderen Sakramente sind keine Schande, sondern der Schatz der katholischen Kirche.

Danke, Heiliger Vater, und danke, Kardinal Sarah!

Volker Lepage, Bitburg