finanzen

Zum Artikel "Statt Betreuungsgeld: Millionen für Ausbau von Kitas" (TV vom 17. Oktober):

Wir sind entsetzt, wie selbstverständlich heute Staat, Medien und Gesellschaft die Abschiebung von Kindern im Alter von ein bis drei Jahren (Säuglinge und Kleinkinder) in staatliche und kirchliche Kinderkrippen fordern. Das leibliche und psychische Wohl der Kinder scheint niemanden zu interessieren. Gerade SPD, Grüne, und Linke, welche sich immer vollmundig für Humanität und gegen Diskriminierung einsetzen, führen eine wahre Diffamierungskampagne gegen Mütter unter dem Motto "Heimchen am Herd" und "Herdprämie" (u.a. wegen des Betreuungsgeldes) und damit gegen die häusliche Betreuung. Weitere pauschale Diffamierungen wie "Keine Mutter kann ihrem Kind das bieten, was eine Krippe bietet". Dazu kommt noch das "Totschlagargument" Bildung, ohne examinierte oder studierte Betreuer blieben die Kinder rückständig. Die Risiken von Kinderkrippen werden nicht oder kaum diskutiert. Einige Aussagen von Ärzten, Kinder- und Jugendpsychiatern, Psychoanalytikern, Kinderpsychologen: Die regelmäßige ganztägige Trennung von den Eltern ist eine besondere psychische Belastung für die Säuglinge und Kleinkinder. Die Folgen sind häufigere Infektionen und Neurodermitis und hohe Werte von Cortisol, dem Stresshormon (wohl bedingt durch Trennungsstress). Die sozialen Auffälligkeiten von Krippenkindern wie Aggression, Aufmerksamkeitsdefizit, Hyperaktivitäts-Syndrom ADHS, Lügen, Angst und Depression werden erklärt durch deren messbar höheren Stresspegel als bei Kindern, die zu Hause betreut werden. Es gibt also genügend Argumente, auch die häusliche Betreuung wieder stärker zu fördern. Doch das Gegenteil wird praktiziert. Das Bundesverfassungsgericht kippt das Betreuungsgeld mit der Begründung "Ländersache" und damit ein Stück Wahlfreiheit der Eltern. Auch bisher konnte man nicht von Wahlfreiheit reden, denn für die häusliche Betreuung von ein- bis zweijährigen Kindern gab es nur ein lächerliches Betreuungsgeld von 150 Euro/Monat im Gegensatz zu einem staatlich subventionierten Krippenplatz mit rund 1200 Euro/Monat. In Rheinland-Pfalz werden diese 150 Euro von der rot-grünen Landesregierung nun auch noch gestrichen und in den Kita-Ausbau gesteckt. Somit zwingt man die Eltern geradezu, ihre Kinder in einer staatlichen Einrichtung abzugeben. Familie ist von vorgestern. Ja, sagt SPD-Vize Ralf Stegner. Kinder selbst erziehen sei als Leitbild von "vorgestern". Aus unserer Sicht werden die Eltern immer mehr zu reinen Erzeugern degradiert. Gerhard und Karin Schmitz, Malberg