Finanzen

Zu den Berichten über die Schuldenkrise und zur moralischen Verantwortung:

Ganze Generationen sollen verschuldet sein? Bei wem denn? Wer hat denn das ganze Geld, das dem Staat geliehen wurde, überhaupt hergestellt und kassiert hierfür die Zinsen? Aus der Tatsache, dass selbst Staaten Zinsen zahlen müssen, folgt, dass es Kräfte gibt, die mächtiger sind als Staaten. Wer sind diese Kräfte? Es ist die internationale Hochfinanz, die Plutokratie, die Herrschaft des ganz großen Geldes. Bedingt durch den Zinseszinseffekt fließen immer stärkere Kapitalströme in die riesigen Kapitalsammelbecken. Die Werte und der Wohlstand, von der arbeitenden Bevölkerung erwirtschaftet, landen im Zuge der Umverteilung von Fleißig nach Reich bei Spekulanten und Multimilliardären. Die Staatsverschuldung und die daraus resultierenden Zinsen sind ein Instrument zur Enteignung des Volks. Die Infrastruktur sowie unsere Arbeitskraft und die unserer Nachkommen gehen ohne Gegenleistung in den Besitz der Geldmacht über. Ökonomen bezeichnen diese Enteignung gerne als "Privatisierung" (Latein: privare = berauben). Im täglichen Kampf um die Zinsen sind die meisten Menschen zu beschäftigt, um den Systemfehler zu erkennen. Jeder kämpft nur noch für sich selbst und gegen alle anderen. Durch Idealismus, Moral und ehrliche Arbeit kommt man nicht weit. Mehr erreicht man durch Materialismus, Lügen, Betrug und Gewalt. "Das Kapital muss bedient werden" … bis das System zusammenbricht. Der Zusammenbruch wird kommen. Die exponentiell wachsende Zinslastkurve strebt mit steigender Geschwindigkeit gegen unendlich. Sobald der Staat hoffnungslos überschuldet ist, geht er mit dem System unter. Reimund Weichsel, Wallendorf