Finanzen

Zum Leserbrief "Wilhelminische Großmannssucht von der Spree bis an die Mosel" (TV vom 30. Juni/1. Juli):

Na, da bin ich aber froh, dass Herr Körlings-Kohlhaas noch da ist. Nach vorher gefühlten zwei- bis dreimal wöchentlichen Zuschriften war er zuletzt für eine Weile verstummt. Es gab bei mir schon die Befürchtung, in Zukunft auf seine Ergüsse verzichten zu müssen. Nun muss sein Lieblingsthema aber wieder einmal her, wobei es sein Geheimnis bleibt, wie man einen Zusammenhang mit dem Irrsinn Berliner Schloss und Elbphilharmonie herstellen kann, der lediglich die Großmannssucht einiger weniger dokumentiert. Es überrascht allerdings nicht, dass dies Herrn Körlings keine Probleme bereitet. Und so kann er wieder einmal via TV seine öden, immer gleichen Sprüche verbreiten, die übrigens dadurch nicht wahrer werden. Herr Körlings, hören Sie doch endlich auf, Ihren Unsinn von der "Investitionsruine" unters Volk zu bringen, unter dem es natürlich einige fromme Gemüter gibt, die Ihren demagogischen Reden Beifall zollen. Es könnte auch passieren (was Sie ja wahrscheinlich gern hätten), dass die in Stuttgart gescheiterten Traumtänzer, angeführt von einem zweitklassigen Mimen und ergänzt u. a. durch Mister Pigott und die zwei grünen Schönheitsköniginnen aus Berlin, hier auftauchen und versuchen, die Zukunftsentwicklung zu behindern. Jedoch verhindern könnten Sie sie ohnehin nicht mehr. Schade ist eigentlich nur, dass Sie keine Volksbefragung angeleiert haben. Aber Sie sind ja nicht doof und wissen vermutlich, dass die leider überwiegend schweigende Mehrheit Ihnen in einem solchen Fall heftig gegen das Schienbein getreten und einen Erfolg der ewig Gestrigen und Neinsager verhindert hätte, die ohnehin Demokratie nur gut finden, wenn sie ihnen Erfolg bringt. Zum Schluss empfehle ich Herrn Körlings noch die Lektüre des Buches von Gerhard Matzig "Einfach nur dagegen". Vielleicht würde es ihn dann wenigstens zu der Erkenntnis bringen, dass es außer seiner noch Meinungen anderer gibt, die man zumindest respektieren sollte. Axel Döhn, Traben-Trarbach