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Zum Artikel "Geldmangel der Gemeinden: Immer mehr Bäder gehen unter" (TV vom 23. Juli):

In der o.a. Ausgabe berichtete der Trierische Volksfreund über den Geldmangel der Gemeinden, der dazu führt, dass immer mehr Gemeinden und Kommunen ihre Bäder schließen müssen, weil einfach kein Geld mehr für die Unterhaltung bzw. Instandsetzung vorhanden ist. Auf der gleichen Seite der Ausgabe, unter dem Titel "Die Gehälter der Bosse", konnte man lesen, dass bei den Gehältern der Manager der Dax-Unternehmen nach wie vor "Schwimmen im Geld" angesagt ist: Durchschnittlich das 54-fache der Angestellten verdient der Boss. In Berlin lässt man sich aber - trotz der Not der Gemeinden - bei Rekord-Steuereinnahmen für Finanzminister Schäubles schwarze Null feiern. Die Aufgaben, die der Bund auf Länder und Gemeinden überträgt, sollte der Bund aber dann auch mitfinanzieren. Auf der einen Seite haben wir zahlungsunfähige Kommunen und Gemeinden, die ihre Aufgaben nicht mehr erfüllen können, und auf der anderen Seite steht Geld ohne Ende zur Verfügung für Rettungspakete in Höhe von Hunderten von Milliarden Euro für Banken, für Milliarden-Zahlungen zur Wiederbelebung eines Währungssystems, das unter den derzeitigen Bedingungen nicht funktionieren kann. Dann sind noch die steigenden Kosten für die Asylproblematik zu bewältigen. Bei Justiz, bei der Polizei, in Krankenhäusern, in Pflege- und Seniorenheimen und so weiter fehlt es an Personal. In das bundesdeutsche Straßennetz sind erhebliche Investitionen erforderlich. Die Politik der Gegensätze ist auf Dauer nicht mehr zu vermitteln. Es ist ein Armutszeugnis, wenn in Deutschland die Grundschulkinder nicht mehr im Rahmen des Schulsports schwimmen lernen können. Es gibt viel zu korrigieren. Jürgen Teusch, Wittlich