Finanzen

Zum Artikel "Bundesbank soll deutsche Goldreserven prüfen" (TV vom 22. Oktober) diese Zuschrift:

Schon seit einiger Zeit bemühen sich deutsche Finanzexperten um eine körperliche Inaugenscheinnahme - nicht nur eine "Buchinventur" - und Rückführung deutscher Goldreserven (knapp 4000 Tonnen), die zum größten Teil in den Tresoren der New Yorker Federal Reserve Bank lagern (sollen). Der vom Bundesrechnungshof geforderten Überprüfung durch die Bundesbank, die in regelmäßigen Abständen dazu verpflichtet sei, wird in einer Stellungnahme erwidert, die Rechtslage sei sehr kompliziert und dauere deshalb etwas länger. Wirtschaftsfachleute halten das für eine Ausflucht! Fragen: Warum müssen nach Beendigung des "Kalten Krieges" deutsche Goldreserven noch in ausländischen Tresoren (neben New York, London und Paris, etwa 80 Prozent) - und zu welchem Preis - gelagert werden? Und warum wird offensichtlich die Zählung von "dem deutschen Volke" gehörenden Goldbarren durch die New Yorker Notenbank verweigert? Selbst den eigenen Parlamentariern sollen die New Yorker vom Hudson River die Inaugenscheinnahme amerikanischen Goldes verweigert haben. Soll hier womöglich ein Skandal gewaltigen Ausmaßes im Dunkeln gehalten werden? Und warum gibt es hierzu keine eindeutige Stellungnahme der Bundesregierung? Und warum fehlt bislang die der Opposition? Möchten hier vielleicht beide etwas der Öffentlichkeit vorenthalten? Adolf Neyses, Trier