| 17:11 Uhr

Leser_Knebel
Rücksichtnahme erwünscht

Fluglärm in der Eifel

Zu den Flugmanövern an der Airbase Spangdahlem und den damit verbundenen Belastungen erreichte uns diese Zuschrift:

Unbestritten hat die Aggressivität des Fluglärms von Spangdahlem gegenüber des letzten Jahrhunderts nachgelassen.

Das Überfliegen von Wohngebieten mit Überschall ist heute Gott sei Dank verboten. Wenn aber die Presse in der heutigen Zeit erhöhten Fluglärm ankündigt, wünsche ich mir machnmal, am Nordpol zu leben.

Es mag ja sein, dass sie für den Ernstfall (der hoffentlich nie eintrifft) üben müssen. Wenn die Amerikaner in der Mittagszeit ihre Mannöver abhalten, ist das für mich nur noch rücksichtslos.

Mir kommt es so vor, als wäre es ihnen egal, wie sehr die Menschen bei uns unter ihrem (für mich ist es Lärmterror) leiden müssen.

Durch die angebliche Verlegung einer Flugstaffel aus England nach Spangdahlem wird der Fluglärm sich dann wohl noch verdoppeln. Da kann man sich ja auf unruhige Mittags- und Abendstunden gefasst machen. Über das Kerosin, das die Düsenjäger und auch Frachtflieger auf unsere Heimat herabregnen lassen, will ich überhaupt nicht nachdenken.

Mir ist auch klar, dass bei manchen Kritik an Spangdahlem übel aufstößt. Arbeitsplätze, Wirtschaftskraft, auch Vermieten an Amerikaner seien erwähnt. Unter sogenannten Freunden müssen sich dann aber auch beide Seiten als Freund benehmen.

Vielleicht könnten unsere Kommunalpolitiker bei den Treffen mit den Amerikanern diesen erklären, dass um den Flugplatz herum auch noch Menschen leben. Vielleicht würden unsere Freunde aus Übersee dann auch einmal über mehr Rücksichtsnahme nachdenken. Dies wird aber nur ein unerfüllter Traum von mir bleiben.

Ich lebe seit 50 Jahren mit Amerikanern zusammen und habe nichts gegen sie. Ich wünsche mir nur ein wenig Rücksichtsnahme gegenüber den Menschen in unserer Region.

Peter Knebel, Speicher