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Kriminalität: Formal korrekt, moralisch heikel

Kriminalität : Formal korrekt, moralisch heikel

Zum Artikel „Mehrere zehntausend Euro ergattert – Trierer Seniorin wird Opfer dreister Betrüger“ (volksfreund.de vom 12. Juni) schreibt Hansjörg Heinrichs:

Wie kann es sein, dass Bankangestellte in der heutigen Zeit an Senioren fünfstellige Geldbeträge aushändigen, ohne sich mehrfach über den Verwendungszweck rück­zuversichern beziehungsweise im Zweifel die Auszahlung zu verhindern oder wenigstens zu versuchen, diese zu verzögern?

Bei jedem Bankmitarbeiter müssen in einer solchen Situation alle Alarmglocken klingeln!

Mag sein, dass sich die Bank auf ihre AGB beruft und die Auszahlung gemäß Organisationshandbuch korrekt abgelaufen ist, aber da gibt es doch auch noch eine moralische und gesellschaftliche Verpflichtung.

Die Geschädigte oder ihre Angehörigen sollten die Bank in die Verantwortung nehmen.

Hansjörg Heinrichs, Ferschweiler