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Leserbriefe
Frechheit!

Zu den Artikeln „Müssen wir wirklich noch Rundfunkgebühren zahlen?“ (TV vom 3./4. März) und „Schweizer halten an Rundfunkgebühren fest“ (TV vom 5. März) schreibt Horst Hansen:

Da meint die Ministerpräsidentin Malu Dreyer, „eine objektive, seriöse und hochqualitative Berichterstattung ist heute akut notwendig als Gegengewicht gegen Fake-News und Bots, die die Meinungsbildung der modernen Gesellschaft in nie zuvor gesehener Weise manipulieren können.“

Da kann ich der Ministerpräsidentin nur zustimmen. Sie ist der Meinung, dass das für die öffentlich-rechtlichen Staatssender zutrifft. Ich hingegen und ein großer Teil der Bevölkerung vermissen eine „objektive, seriöse und hochqualifizierte Berichterstattung“ der öffentlich-rechtlichen Sender immer mehr und nehmen genau das Gegenteil wahr.

Ja, was soll Frau Dreyer als Vorsitzende des Rundfunkrates der Länder auch anderes sagen – getreu dem Motto: Wes Brot ich ess, des Lied ich sing. Das ist absolut scheinheilig und Heuchelei.

Und der Intendant Tom Buhrow vom Westdeutschen Rundfunk (WDR) meint doch allen Ernstes, sein Gehalt in Höhe von 400 000 Euro (mehr als die Bundeskanzlerin bekommt) sei angemessen. Der muss doch unter absolutem Realitätsverlust leiden. Ob er wohl weiß, dass seine 400 000 Euro auch von den vielen Hartz-IV-Empfängern und Kleinrentnern gespeist werden und von den vielen Menschen, die noch nie ein Fernsehgerät besessen haben?

Er sollte sich in Grund und Boden schämen. Das ist eine Frechheit und Arroganz pur.

Die Zwangsgebühren sind ein Relikt der Vergangenheit und gehören ganz schnell abgeschafft.

Horst Hansen, Wittlich