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Gabriele Belker zu Enkeltricks

Leserbriefe : Man kann nicht oft genug warnen

Enkeltricks

Zum Artikel „Enkeltricks und kein Ende“, TV vom 7. Juli und andere:

 

Waltraud Brenk vom Polizeipräsidium Trier stellt im genannten Artikel  unter anderem fest: „Die Täter sind hier besser geschult als manche psychologische Fachkraft. Der ausgelöste Schockmoment ist für die Täter der größte Erfolgsgarant, und hier sollte niemand so naiv sein zu glauben, dass er nicht auch einmal reinfallen könnte ...“

Dem kann ich nach inzwischen zwei Schockanrufen nur zustimmen. Beim ersten Anruf begann mein Herz zu rasen, der Blutdruck stieg und mein Verstand setzte aus, als eine weibliche Stimme herzzerreißend weinte und „Mama, Mama“ schluchzte. Angeblich hatte sie, von der ich annahm, sie sei meine Tochter, einen tödlichen Unfall verursacht. Erst während der „Befragung“ durch einen seriös klingenden „Polizeibeamten“ schöpfte ich langsam Verdacht und stellte nun meinerseits eine Fangfrage, die zur sofortigen Beendigung des Gesprächs führte.

Beim zweiten Anruf dauerte es nur wenige Schrecksekunden, bis ich die Situation erkannte und die weinende Person aufforderte, mir ihren Namen zu nennen. Daraufhin wurde aufgelegt. Es kann nicht oft genug vor diesen Kriminellen gewarnt werden, die meist ältere Menschen in Angst und Schrecken versetzen und so versuchen, sie um ihre Ersparnisse zu bringen, was ihnen leider immer wieder gelingt.