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Gegen die Wand

Landwirtschaft Ulrike Möhn Wittlich, Achim Ochs Traben-Trarbach

Zum Interview "Lieber Agrarzukunft als Agrarwende" (TV vom 14. November):
Was für eine Zukunft hat dieser unfähige CSU-Landwirtschaftsminister Christian Schmidt denn da im Blick? Eine Zukunft ohne heimische Wildblumen, Wildkräuter, Insekten, Bienen, Hummeln, Vögel, Feldhasen (alles heute schon am Aussterben)? Schon seine CSU-Vorgängerin Ilse Aigner hat sich in diesem Amt als die personifizierte Unfähigkeit erwiesen!
In das gleiche Horn bläst ja auch Manfred Zelder (Vizepräsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau) aus Wittlich, wenn es um das Giftmittel Glyphosat geht (TV vom 10. November). Dieses Gift vernichtet die Lebensgrundlage der Menschen - gesunde Böden, giftfreie Ernährung, sauberes, bezahlbares Trinkwasser, Artenvielfalt und Biodiversität - und wird am Ende auch die Bauern vernichten. Einzig riesige industrielle Agrarkonzerne werden dann darüber bestimmen, wer leben und minderwertige Nahrung zu sich nehmen darf und wer verhungern muss. Das wird die Zukunft sein! Abgesehen von zunehmenden Naturkatastrophen, Dürreperioden, orkanartigen Stürmen, Überschwemmungen, deren Schäden keine Versicherung und kein Staatswesen mehr bezahlen kann, diese Zukunft wird mein Jahrgang (1951) wohl noch erleben, alles noch Schlimmere unsere Kinder und Enkelkinder.
Wie kommen Herr Schmidt und Herr Zelder eigentlich dazu, sich als gewählte Politiker oder Bauernfunktionäre über gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse hinwegzusetzen? Wann soll die Wende einer total verfehlten CDU/CSU-Agrarpolitik denn kommen, wenn nicht jetzt? Wenn ich jetzt noch an die von CDU und CSU gewollte industrielle Tierqual-Massenproduktion denke ...
Zu viel Gülle auf dem Feld, geht erst ins Wasser, dann ins Geld. Die erhöhten Wasserpreise bekäme jeder Verbraucher zu spüren. Der Biobauer achtet auf seine Böden und somit auch auf das Grundwasser. Weniger Gift, weniger Gülle in unseren Kläranlagen kämen somit jedem Bürger zugute. Dies gilt es zu unterstützen bei Wahlen, und nicht die Befürworter der Massentierhaltung und Vernichter der Artenvielfalt und Biodiversität!
Ulrike Möhn
Wittlich

Mein Mottovorschlag für eine Zukunft der Landwirtschaft: Lieber eine Wende zur Zukunft als geradeaus gegen die Wand!
Achim Ochs
Traben-Trarbach