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Gesellschaft: Geistwidrig und verhängnisvoll

Gesellschaft : Geistwidrig und verhängnisvoll

Zur Berichterstattung über die Corona-Krise schreiben Manfred Schmitz und Egon Fritzen:

Seit jeher bemüht sich die Evolution, den zur biologischen Ordnung der Primaten zählenden Menschen zu einem gescheiten, urteilsfähigen Wesen (Homo sapiens) zu machen, das sich an Fakten orientiert, nicht auf jeden Unsinn hereinfällt und nicht an jeden Blödsinn glaubt.

An allzu vielen ist diese Mühe offenbar vorbeigegangen: Die Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus seien vorgeschoben, seien reine Manipulation obskurer, weltweit operierender Mächte, die die Menschheit damit in ihre Gewalt bringen wollten, glauben viele Zeitgenossen ernsthaft, und nicht wenige leugnen sogar das Virus. Das mag man bei „einfach gestrickten“ Köpfen noch kopfschüttelnd zur Kenntnis nehmen, wenn sich aber (formal) gebildete Bürger wie Ärzte, Bischöfe und Kardinäle an solch abstrusen, schwachsinnigen Theorien beteiligen, wird deutlich, zu welch monströsen geistigen Rückfällen Homo sapiens „fähig“ ist.

Selbstverständlich darf man zu den Corona-Maßnahmen eine andere Meinung haben. Wer aber den weltweit für notwendig befundenen Schutz für eine Verschwörung hält, bedarf dringend psychiatrischer Hilfe.

Verschwörungstheorien sind ebenso geistwidrig und verhängnisvoll wie religiöse Ideologie. Religiöser Glaubensanspruch drangsaliert, terrorisiert und verdummt seit jeher die Menschheit. Aktuelle Beispiele: Staatsreligion und Gottesstaat, die „Heilige Inquisition“, religiöse Dogmen und sonstiger Mummenschanz, die Weltuntergangsprognosen der Evangelikalen und ihr wortwörtliches Glauben der Inhalte der Genesis. Solche Phänomene sind nur möglich, weil manche Menschen anfällig für Indoktrination und Manipulation sind. Sie lassen sich das wortwörtliche (strenge) Glauben unglaubbarster Inhalte bis zu religiösem Märtyrertum und Fanatismus einflößen.

Das Dilemma dieser Erde: Klare Köpfe sind hoffnungslos in der Minderzahl. Einige Urheber der Corona-Verschwörung liefern dafür den Beweis ...

Manfred Schmitz, Flußbach

Wann kehrt die Politik endlich wieder zu faktenorientierter Handlungsweise zurück? Seit Anfang Februar wird mit Hilfe von stetiger Panikmache und teilweise irreführender Zahlenreihen versucht, ein riesiges Bedrohungsszenario durch das Coronavirus zu etablieren.Mit unüberlegtem Aktionismus wurden in der Folge in unverhältnismäßiger Art und Weise Maßnahmen beschlossen, die das Leben in unserem Land komplett auf den Kopf stellten!

Sehr viele renommierte Wissenschaftler, die der publizierten Regierungsmeinung mit authentischen Aussagen und Nachweisen widersprachen, wurden ignoriert und teilweise diffamiert. Dies allein schon zeugt von Überheblichkeit und vor allem von grober Fahrlässigkeit. Wider besseren Wissens wird weiter versucht, die Angst in der Bevölkerung weiter zu schüren, um den Nährboden für die Akzeptanz gewisser Maßnahmen zu schaffen. Hierbei leisten die Mainstream-Medien in erschreckend deutlicher Weise Beihilfe.

Aufgabe der Medien sollte sein, mittels investigativer Recherchen objektive Informationen bereitzustellen und nicht nur Tag für Tag einseitige Berichte der Regierung zu verbreiten! Dann würden sich vielleicht nicht so viele Bürger der täglichen Berieselung durch die Mainstream-Medien unterwerfen, sondern versuchen, diese Behauptungen zu hinterfragen!

Erschreckend und ungehörig ist auch, dass viele Menschen, die ihre Meinung bei Protestaktionen ausdrücken, zu Unrecht in eine radikale Ecke gedrängt und beleidigt werden! Der weitaus größte Teil dieser Demonstranten setzt sich aus „normalen“ Bürgern zusammen, die zu Recht ihre Meinung ausdrücken, die Beachtung der Grundrechte einfordern und von der Regierung eine sachlich fundierte Politik erwarten.

Egon Fritzen, Fell