Geologie

Zum Artikel "Ein weltberühmtes Stück Eifel" (TV vom 7./8. Februar):

In dem Beitrag heißt es "… wurde dort immer wieder gegraben und schließlich der sogenannte Wetteldorfer Richtschnitt in den 1980er Jahren angelegt". Hier ist zu präzisieren: Die Schichtenfolge in Wetteldorf-Fazies ist in dem zur Klärung der Unterdevon-/Mitteldevon-Grenze im Jahre 1937 angelegten Schürfgraben (dem Wetteldorfer Richtschnitt: Rud. Richter 1942; Solle 1942a) genau untersucht worden. Die Mächtigkeit beträgt hier 24 Meter; in nordöstlicher Richtung nimmt sie nach Lutz (1969) etwas ab. Um den Wandel der Fauna im Grenzbereich Unterdevon/Mitteldevon von Bank zu Bank erfassen zu können, wurde nach dem Vorschlag R. Richters südlich von Wetteldorf am Südrand der Prümer Mulde 1937 der 146 Meter lange Schürfgraben angelegt, der in den Wiltz-Schichten ansetzte und fast bis ans Dach der mitteldevonischen Lauch-Schichten reichte. Der Fossil inhalt des Wetteldorfer Richtschnitts ist nur fragmentarisch bearbeitet worden. Ein großer Teil wurde in den letzten Kriegstagen vernichtet. Der Dorsel-Horizont ist im Wetteldorfer Richtschnitt 23,65 Millimeter mächtig aufgeschlossen gewesen, wenn auch oben nicht vollständig (Struve 1961). An der Grenze von Wolfenbach-zu-Dorsel-Horizont findet sich im Richtschnitt die Bentonitlage Lynx (Werner und Winter 1969/1975). Dazu auch: Geologie der Eifel von Wilhelm Meyer, 1986, Schweizerbart\'sche Verlagsbuchhandlung. Klar, dass das zu sehr ins Detail geht. Aber als Ergänzung zum Artikel kann\'s nicht schaden. Dieter Dawid, Mineraloge, Trier