Geschichte

Zum Artikel "Feldherr, Frauenhasser, Flötenspieler" über den 300. Geburtstag des Preußenkönigs Friedrich II. (TV vom 24. Januar):

Mit den beiden Seiten zum 300. Geburtstag von Friedrich II. hat der Volksfreund einen Vogel abgeschossen: Er stellt die meisten Beiträge in anderen Tages- und Wochenzeitungen deshalb in den Schatten, weil die Themen für jedermann verständlich abgefasst sind und Informationen enthalten, die großen Nutzen bringen. Am überzeugendsten jedoch ist die Tatsache, dass die Fakten nicht durch irgendeine ideologische Brille verzerrt werden und dadurch der Wahrheitsgehalt ungetrübt an die Oberfläche gelangt. Es war eine Freude, mit dieser Lektüre den 300. Geburtstag von Friedrich II. zu beginnen. Den Autoren und Gestaltern meinen herzlichsten Dank für dieses Geschenk! Wer lobt, darf auch kritisieren. Trier hat sehr wohl einige Größen aufzuweisen, die das Gedankengut Friedrichs II. in unseliger Preußenzeit mit beneidenswertem Mut und außergewöhnlicher Beharrlichkeit vertreten haben: Johann Hugo Wyttenbach (1767 in Bausendorf - 1848 in Trier) zum Beispiel und fast sein gesamtes Kollegium am Trierer Gymnasium! Ganze Generationen von Schülern von 1799 bis 1846 wurden im Geist von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit herangebildet und erzogen. Ohne die Aufklärung der Philosophen Voltaire, Rousseau oder Kant und ohne die Staatsidee eines Friedrich II. wäre die Französische Revolution nicht ohne Weiteres zum Ausbruch gekommen und hätte keine Begeisterung links des Rheins entfachen können. Indirekt hat die Region durch diesen frankophilen Preußenkönig also doch außergewöhnlich profitiert. Hanns-Georg Salm, Gondenbrett