GESELLSCHAFT

Zum Leserbrief "Helfen" (TV vom 12. November) und zum Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche:

Die Ausführungen des Bistumspressesprechers Dr. André Uzulis sind schon fast so pervers wie das, was den Opfern etlicher Herren in Schwarz angetan wurde. Man überlege einmal: Erst werden die Opfer durch die Tat an sich erniedrigt, um sich dann als Bittsteller um Hilfe erneut als Antragsteller erniedrigen zu müssen. Mir stellt sich die Frage, wie viele Male "es" denn sein durfte für 5000 Euro Entschädigung, gibt es da einen Katalog oder einen Stundensatz wie bei der Therapie, wo Herr Uzulis 50 Stunden anbietet? Anscheinend müssen diese 50 Stunden reichen, jedenfalls nach den Leitlinien der Deutschen Bischofskonferenz. Noch so eine Perversion. Leitlinien im Umgang mit Menschen, die sexuell missbraucht wurden. Da braucht es keine Leitlinien, sondern uneingeschränkte und bürokratielose Hilfe. Zusätzlich zu seinem Doktortitel würde ich Herrn Uzulis noch gerne den Titel "Dr. Ignorare" überreichen. Er hätte ihn meiner Meinung nach verdient. Aber leider gibt es den noch nicht. Dieter Grab, Schwirzheim