GESELLSCHAFT

Zum Text "Religionen dürfen verspottet werden" (TV vom 29. Okt.):

Eine nicht hinnehmbare Aussage trifft der Kabarettist Dieter Nuhr im TV-Interview: "Religionen dürfen verspottet werden." Dieser Aussage widerspreche ich aufs Schärfste! Menschen, Religionen, Überzeugungen und Weltanschauungen dürfen kritisiert, ironisiert werden, müssen - wenn nötig - auf Widerspruch, Kritik und Ablehnung stoßen. Spott aber hat das Ziel, Gefühle zu verletzen und Menschen und Überzeugungen herabzusetzen und verächtlich zu machen. "Beschimpfungen, Beleidigungen, Hetze sind nie wertvoll", sagt Dieter Nuhr, und das steht für mich im Widerspruch zur Überschrift über dem Artikel! Und somit trägt der TV nicht dazu bei, Veränderungen weder der Einsicht noch der Sicht-, Denk- und Verhaltensweisen herbeizuführen. Das führt lediglich zu Aggressionen und dazu, dass der Verspottete sich auf möglicherweise irrationale Weise verteidigt und wehrt. Karl-Heinz Graus, Konz