Gesellschaft

Zur Berichterstattung über die Adelshochzeit in Luxemburg:

Für die Artikel zur Hochzeit hiermit jedem TV-Mitarbeiter höchste Anerkennung und Gratulation. Sie heben sich erfreulich ab von den in Printmedien veröffentlichten Beiträgen über zurückliegende Festivitäten in Monaco und London. Endlich mal wieder erfreuliche Texte und Bilder statt des Meers von Druckerschwärze, das die Zeitungen Tag für Tag über Fakten und Personen ausgießen (müssen). Diese allzu oft in dekadentem Milieu angesiedelten Nichtigkeiten erlaube ich mir mit meiner Wortkreation "Gagaismus" (kindisch) zu umschreiben. Es sind die Darstellungen weiblicher Skelette in Textilabfällen, die uns omnipräsent als modernes Kulturgut vorgeführt werden, einschließlich der Laute, die über ihre Schlauchbootlippen quellen. Besonders erfreulich dagegen nun im Volksfreund die Darstellungen und Beschreibung der Hochzeitszeremonie in der Kathedrale von Luxemburg. Im Zuge der Aufarbeitung von Problemen anderer Weltreligionen wurden in den Medien die Symbole des christlichen Glaubens nur noch bei Priestervergehen herausgestellt. Jetzt ist der gesamte europäische Hochadel nach Luxemburg gekommen, eine Hommage an den kulturellen Stellenwert von Land und Leuten. Auffallend war auch, dass die vielen Bürger vor dem Palast im Gegensatz zu sonstigen Großereignissen gut gekleidet waren. Die offiziellen Gäste belebten das Bild durch ihre unterschiedlichen Farben und Uniformen. Ich hoffe, dass der Leserkreis ebenfalls den Aufwand zu würdigen weiß, den der TV diesem festlichen Event zugemessen hat. Marco Feltgen, Traben-Trarbach