Gesellschaft

Zum Artikel "Neue Gesichter für ein neues Theater" (TV vom 27. Juni):

Das Präludium des designierten Trierer Intendanten: Er tauscht fast das gesamte Künstlerteam aus. Auf bewährte und beliebte Sänger und Schauspieler müssen die Theaterbesucher künftig verzichten. Etliche Abonnements werden sicherlich deswegen gekündigt. Wodurch soll dieser Verlust aufgewogen werden? Niemand weiß das. Es gibt keine Transparenz, und die Bürger wurden auch in keiner Weise an den Entscheidungen beteiligt. Das mutet vordemokratisch an. Wenn etwas eingerissen wird, dann muss man wissen dürfen, was an dessen Stelle tritt. Das Mindeste sind regelmäßige Informationen an das Kuratorium der Freunde des Theaters, die Presse und den Kulturausschuss. Eine derartige Kontrolle des Intendanten bedeutet keine Behinderung, aber eine Kontrolle kann Bruchlandungen wie zum Beispiel die Finanzdesaster bei den Trierer Antikenfestspielen unter Heinz Lukas-Kindermann oder gar des Intendanten Matthias Hartmann auf der Wiener Burg verhindern. Ein Intendant ist der premier domestique des Theaters, möglichst auch sein trésor d\'esprit, aber er sollte nie in den Verdacht geraten, dessen tyrannischer Herrscher zu sein. Dr. Katrin Hülsmann, Trier