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Gesellschaft

Zur regelmäßig veröffentlichten Rubrik "Achtung, Autofahrer!":

Während alle Welt nach Kräften bemüht ist, rücksichtslosen Rasern und ähnlichen Verkehrsrowdys das Handwerk zu legen, fällt dem Volksfreund nichts Besseres ein, als den schnellen Herrschaften in schöner Regelmäßigkeit und nicht gerade als Miniformat, aktuell noch am 21. Februar, den folgenden raser-freundlichen Info-Service zu bieten: "Achtung Autofahrer, hier wird geblitzt!" Es folgen genaue Angaben von Ort, Datum und Uhrzeit. Ebenfalls zu lesen im TV vom 21. Februar, groß als Aufmacher auf Eifel-Seite 11: "Immer mehr Drängler auf Eifeler Straßen". Was mögen sich Polizei und TV dabei denken. Schizophrenie pur? Wohl kaum. Aber was sonst? Elmar Kanz, Prüm Anm. d. Red.: Die Polizei macht seit Jahren einen Teil der geplanten Geschwindigkeitskontrollen über die Medien bekannt. Das Ziel: Sensibilisierung der Autofahrer, Prävention, Abschreckung, Verkehrserziehung. Studien zufolge nimmt die Unfallgefahr aufgrund der Veröffentlichung von Radarkontrollen ab. Darum geht es, wenn der Volksfreund die Standorte nennt - und nicht darum, potenzielle Raser zu warnen. Wenn sich nur ein Unfall vermeiden lässt, hat sich der Blitzer-Hinweis gelohnt.