Gesellschaft

Zur Berichterstattung über Dauer-Krisen:

Seit Jahren fast keine Nachrichten, keine Talkshow ohne Islam! Woran mag es liegen, dass eine Religion unsere Köpfe und unseren Alltag derart penetrant besetzen kann, warum wird sie von vielen Bürgern als bedrohlich wahrgenommen? Wann gibt es wieder Nachrichten ohne Isis, Boko Haram, Hamas, Lampedusa und Putin? Immerzu schlechte Botschaften, Horror, Terror und Zwist, das macht Angst und erzeugt ein permanentes Reizklima. Wir wollen frei sein von Zwängen und Plagegeistern! Viel zu lange schon destabilisiert ein barbarisches Monster namens Isis den Nahen und Mittleren Osten. Wann werden diese Barbaren sich Europa "vorknöpfen?" Und wer vermag die undurchsichtige Rolle des Nato-Mitglieds Türkei einzuschätzen, das sich zu einem repressiven islamischen Gottesstaat entwickelt? Angeblich kooperiert Erdogan mit Isis - zu schlimm, um wahr zu sein. Wie in einem bösen Traum ist ein tot geglaubtes Gespenst an der Ostgrenze der Nato wieder zum Leben erwacht: der Kalte Krieg und die alte Sowjetunion! Putin raubt ungestraft Land für Neurussland und sitzt am längeren Hebel. Donbas und Krim sind erst der Anfang. Übrigens: Die Probleme mit Putin und Isis sind das Ergebnis tollpatschiger Feldzüge und politischer Instinktlosigkeit der USA, die nicht wahrhaben wollen, dass sie den Zenit ihrer hegemonialen Größe überschritten haben. Russland wird in die Arme Chinas getrieben, obwohl es das nicht will. Kulturell und geostrategisch gehören Russland und das Abendland zusammen, haben wir doch den gleichen Feind: religiösen und politischen Fundamentalismus. Fazit: Europa ist vereinigt, aber nicht vereint. Uneinigkeit, Misstrauen, Verweichlichung und Nachgiebigkeit bestimmen sein Erscheinungsbild, Gotteskrieger rupfen den Friedenstauben die grünen und roten Federn aus. Ein koordinierter Befreiungsschlag gegen die Barbaren wäre fällig. Europa könnte - mit Russland und den USA - alle Plagegeister dieser Erde in den Abgrund der Geschichte schicken. Ich wäre gern dabei! Manfred Schmitz, Flußbach