Gesellschaft

Zur Berichterstattung über die Kämpfe in Nahost und die Demonstrationen in der westlichen Welt:

Wir dürfen nicht ruhig bleiben, wenn verblendete Landsleute gläubige Juden mit antisemitischen Parolen beschimpfen. ("Es ist täglich Kristallnacht …", sang die Gruppe BAP kürzlich im Amphitheater in Trier). Wir dürfen nicht ruhig bleiben, wenn unsere Nachbarn gläubige Muslime mit gewalttätigen Fundamentalisten und Salafisten verwechseln. Christen, Juden und Moslems verehren ein und denselben Gott. Es sollte also selbstverständlich sein, dass wir uns gegenseitig Respekt zollen. Respekt gegenüber anderen Religionen und Völkern ist eine Sache. Seit dem Holocaust schaut die Welt peinlich genau darauf, was die deutschen Regierungsorgane verlautbaren. Das kann und darf aber nicht dazu führen, dass einseitig der Staat Israel von Kritik ausgenommen wird. Es muss möglich sein, menschenverachtende Handlungen im Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis beim Namen zu nennen. Und so dürfen wir auch nicht ruhig bleiben, wenn Mitglieder der Hamas in blindem Hass Raketen auf israelische Städte abschießen. Wir dürfen auch nicht ruhig bleiben, wenn Israelis palästinensische Schulen und Krankenhäuser beschießen und unschuldige Menschen töten. Wenn wir nicht aufstehen gegen Ungerechtigkeit, Verletzung von Menschenrechten, Antisemitismus und Fremdenhass, machen wir uns mitschuldig. Dann sind wir Deutschen wieder die Mitläufer wie vor 80 Jahren. Joachim Hölle-Gindorf, Trier Die Hamas will Israel vernichten, so steht es in ihrem Programm. Sie schießt seit langer Zeit permanent Raketen auf Israel ab. Mit ihrem Tunnelsystem will sie Terroristen nach Israel einschleusen, um dort Angst und Schrecken zu verbreiten. Ihr Waffenarsenal versteckt sie auch unter beziehungsweise in Schulen, Krankenhäusern und Moscheen. Menschliche Schutzschilde sollen ihre Waffen schützen. Ihre Kriegsstrategie ist perfide. Mit dieser Strategie will sie ganz bewusst Märtyrer produzieren, um die Toten öffentlichkeitswirksam in Fernsehbildern zur Schau zu stellen. Das Ganze dient dann propagandistischen Zwecken gegen Israel. Man will so die Meinung in der Welt zuungunsten von Israel beeinflussen. Allerdings ist dieses Spiel leicht durchschaubar. Alle Toten in Gaza sind die Toten der Hamas. Die Hamas ist weltweit isoliert. Die einzigen Verbündeten sind die islamistischen Regierungen der Türkei und Katars. In Gaza hat ihr Ansehen aufgrund ihrer rigorosen islamistischen und korrupten Politik stark gelitten. Der jetzige Krieg soll ihr Ansehen in der Bevölkerung in Gaza und der arabischen Welt wieder steigern. Allerdings hat sie außer ein paar Tausend Demonstranten in europäischen Städten und im Westjordanland bis jetzt nichts erreicht. Auch dieser Krieg wird ihr letztendlich nichts nützen. Im Gegenteil, sie wird nur verlieren. Aufgrund der israelischen Offensive wird ihr Terrorregime in Gaza geschwächt werden. Ihre Macht im Gazastreifen geht dem Ende entgegen. Und die arabische Welt ist insgeheim längst Israel dankbar, dass diese Terrororganisation bekämpft und ausgeschaltet wird. Friedhelm Schüle, Konz