Gesundheit

Zum Artikel "Medizinischer Dienst der Krankenkassen prüft nach neuen Vorgaben [... ] " (TV vom 11. Januar):

Das reformierte Pflegegesetz ist ein netter Versuch, um alle Bürger, die Behinderte täglich pflegen, zu beruhigen. Mehr aber auch nicht. Aus drei Pflegestufen werden fünf Pflegegrade. Dass dies eine Nullnummer ist, werden die Pflegekräfte spätestens merken, wenn die sogenannten neutralen Gutachter vom Medizinischen Dienst vor Ort waren und den zugunsten der Versicherung geschönten Bericht abgeliefert haben. Denn da geht es nicht um das Wohl und Befinden des Behinderten oder die Belastungen der Pflegekräfte, sondern ums liebe Geld, das die Pflegeversicherung, wenn irgendwie möglich, nicht oder nur teilweise zahlen will. Die Gutachter vom MDK arbeiten mit getürkten unrealistischen Zahlen und müssen natürlich wegen ihres Brötchengebers darauf bedacht sein, die Kosten gering zu halten. Wer sägt schon den Ast ab, auf dem er sitzt? Ich verweise auf die Sendung des Hessischen Rundfunks (defacto), dort wurden am 11. Januar diverse Fälle gezeigt, wo der MDK die Hilfsmittel zunächst verweigerte, aber nach mehrmaligem Widerspruch und genannter Sendung genehmigte. Bisher nahm ich an, dass unbedarfte, unqualifizierte Neulinge als Gutachter beim MTK unterwegs sind und scheinbar dubiose Gutachten erstellen. Nach der Sendung defacto weiß ich, dass es bundesweit offenbar ein System des MDK gibt, die Versicherten (bei mir über 50 Jahre) hinters Licht zu führen. Ist das nun Betrug am Kunden oder nicht? Albert Kohley, Konz