| 20:35 Uhr

Gesundheit

Zum Artikel "Kranke Zähne: Unterschätzte Gefahr für den Körper" (TV vom 3./4. November):

Zur Frage eines Lesers, ob eine "Parodontose" behandelt werden muss, lautet die Antwort: Eine Parodontitis, so der korrekte Fachausdruck, ist eine bakterielle Entzündung des Zahnhalteapparates, zu dem auch der Kieferknochen gehört. Wenn man die Erkrankung nicht behandelt, führt dies früher oder später unweigerlich zum Zahnverlust. Zudem gehört eine bakterielle Entzündung immer raus aus dem Körper. Obwohl sich die Leserfrage auf eine Parodontose bezieht, bezieht sich die Antwort des Zahnarztes auf eine Parodontitis. Warum? Ist die Parodontose nicht vielmehr "Osteoporose im Mund" - bei der es die Knochen des Kiefers sind, die von schleichendem Schwund betroffen sind? Kommt es nicht erst durch diesen Knochenschwund (Parodontose) zur Zahnfleischentzündung (Parodontitis), weil sich nun Hohlräume (Zahntaschen) gebildet haben und weil sich in diesen Hohlräumen Bakterien ansiedeln? Bakterien an einer Körperstelle, die ohnehin dünnhäutig und empfindlich ist?! So gesehen ist das Krankheitsbild um dieses entzündete Zahnfleisch nicht wirklich ein zahnmedizinisches Problem, sondern das unerfreuliche Ergebnis eines gestörten Stoffwechsels. Wohl dem, der sich noch mit der bekömmlichen Zubereitung einfacher Grundnahrungsmittel auskennt! Zumal die Zahl der Kinder wächst, die betroffen sind von permanenten, (scheinbar) unergründlichen Zahnfleischentzündungen. Ulrike Wagner, Trier