GESUNDHEIT

Zum Artikel "Wer heilt, hat recht" (TV vom 8./9. November) und zum Leserbrief "Wo nichts drin ist, kann nichts wirken" (TV vom 12. November):

Neben der eigenen positiven Erfahrung, dass nach Einnahme von Globuli-Kügelchen meine jahrelangen gesundheitlichen, durch Sodbrennen verursachten Probleme trotz etlicher vergeblicher Behandlungsversuche durch Schulmediziner schnell und dauerhaft (jetzt seit rund zehn Jahren) völlig behoben wurden, muss dem Spruch von Bernd Engel in seinem Leserbrief widersprochen werden. Es gibt inzwischen physikalisch fundierte Beweise. Neben der Relativitätstheorie liefert die Quantenphysik, zu deren Kernelementen Licht und Elementarteilchen mit Welleneigenschaften (Welle-Teilchen-Dualismus) gehören, Hinweise auf eine Fernwirkung. Verantwortlich ist ein Effekt, auf den bereits Einstein gestoßen war (er nannte es "spukhafte Fernwirkung") und als Verschränkung von Teilchen beschrieben wird. Wenn zwei Teilchen miteinander in Verbindung stehen, und sie bewegen sich dann voneinander fort, erfährt das eine vom anderen simultan, wenn etwa eine Impulsänderung vorgenommen wird - egal, wie weit die Teilchen voneinander entfernt sind. Diese Effekte wurden zwischenzeitlich experimentell nachgewiesen. Dieser allgegenwärtige Dualismus kann genauso auf den menschlichen Körper angewendet werden: Er besteht schließlich aus Organen, Zellen und Makromolekülen, die ihrerseits von atomaren Teilchen, die einen Wellencharakter haben, gebildet werden. Und da unser Gehirn ebenfalls Quanteneigenschaften besitzt, wird diese Wellennatur auch nach unserem physischen Tod erhalten bleiben. Aber das ist ein anderes Thema (womit sich zum Beispiel der ehemalige Leiter des Max-Planck-Instituts für Physik in München, Prof. Hans-Peter Dürr, beschäftigt). Der Wissenschaft ist also längst klar, dass die Gesetze, die im Bereich menschlicher Dimensionen gelten (Mesokosmos), nicht ohne weiteres auf den Mikrokosmos übertragbar sind. Auf atomarer Ebene treffen die Gesetze der klassischen Physik nicht mehr zu, sondern mit abnehmender Masse der Teilchen die der Quantenmechanik. Die Physiker stehen hier erst am Anfang, um die komplexen Strukturen zu erforschen. Wilfried M. Heck, Trier